Haftstrafe für Salzburger

"Schwiegermutter in spe" vergewaltigt:

Haftstrafe für Salzburger

Ein gewaltsamer Übergriff innerhalb einer Familie im Bezirk Hallein ist heute, Donnerstag, vor einem Schöffensenat am Landesgericht Salzburg verhandelt worden. Ein 23-jähriger Salzburger soll die 50-jährige Mutter seiner Lebensgefährtin am 26. Oktober 2012 in ihrer Wohnung bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt, vergewaltigt und mit dem Umbringen bedroht haben. Der Angeklagte bekannte sich schuldig. Er wurde zu einer dreijährigen Haftstrafe, davon ein Jahr unbedingt, rechtskräftig verurteilt.

Wie Staatsanwältin Barbara Feichtinger erklärte, hat der beschuldigte Kraftfahrer seine "Schwiegermutter in spe" in der Nacht auf 26. Oktober in einem Lokal getroffen und gegen 1.30 Uhr nach Hause begleitet. "Unter dem Vorwand, die Toilette aufsuchen zu müssen, begehrte er Einlass", schilderte die Staatsanwältin. Das WC habe der Beschuldigte dann nackt verlassen. Der Aufforderung der 50-Jährigen, sich wieder anzuziehen, sei der Mann nicht nachgekommen. "Er begab sich ins Wohnzimmer und stieß sie auf die Couch zurück. Er würgte sie so heftig, dass sie bewusstlos war und vergewaltigte sie. Sie erlitt Würgemale am Hals und Kinn."

Der Angeklagte habe der Frau auch noch gedroht, er würde sie umbringen, falls sie nicht stillhalte oder falls sie Anzeige erstatte. Sie würde in diesem Fall auch ihre Enkelin nie wieder sehen. Das vierjährige Mädchen ist das gemeinsame Kind des Beschuldigten und seiner Lebensgefährtin, wie der 23-Jährige dem Vorsitzenden des Schöffensenates, Günther Nocker, zu Verhandlungsbeginn erklärt hatte.

Verfahrenshelferin Verena Zörweg sagte, der Angeklagte bekenne sich zur Tat. Der Mann sei erheblich alkoholisiert gewesen und hätte Erinnerungslücken. Der vorsitzende Richter hob bei der Urteilsverkündung das besonders brutale Vorgehen des Salzburgers hervor. Dieser habe die Vertrauenssituation zu der 50-Jährigen ausgenützt. Nach der Entlassung aus dem Gefängnis müsse sich der bisher unbescholtene Mann einer psychotherapeutischen Behandlung unterziehen. Der Vorsitzende ordnete auch die Bezahlung eines Teilschmerzensgeldes in der Höhe von 4.000 Euro an das Opfer für die erlittenen körperlichen und seelischen Schmerzen an.

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