Gmachl belastet die Angeklagten

Swap-Prozess

Gmachl belastet die Angeklagten

Der nächste prominente Zeuge hat heute im Salzburger Swap-Prozess ausgesagt. Ex-Wirtschaftskammer-Direktor Wolfgang Gmachl ist befragt worden.

Befragung im Eiltempo

Die Befragung von Gmachl war schon nach einer Viertelstunde abgeschlossen. Gmachl war überraschend letzte Woche als Zeuge geladen worden. Der Grund dafür: Ein Informant soll sich bei einem Anwalt gemeldet haben.

Bei Gespräch dabei

Dieser Informant gibt an, 2007 Ohrenzeuge eines Gesprächs im Hangar 7 geworden zu sein. In diesem Kaffeehaus-Gespräch soll Gmachl demnach „laut und emotional“ berichtet haben, wie er selbst ein brisantes Gespräch zwischen Bürgermeister Heinz Schaden und Ex-Finanzlandesrat Othmar Raus mitangehört habe. Darin soll es um die Übertragung der sechs Spekulationsgeschäfte von der Stadt ans Land gegangen sein.

Gmachl belastet Schaden und Co.

Gmachl bestätigt heute tatsächlich, dass er bei diesem Gespräch dabei war. „Es hat am 2. August 2007 stattgefunden. Nach der Aufsichtsratssitzung des Salzburger Messezentrums. Schaden hat Raus gefragt, ob es nicht möglich wäre, dass sich das Land das anschauen kann, diese Derivate zu übernehmen. Und Dr. Raus hat gesagt: 'Jawohl, sie werden sich das anschauen.'“

Demnach dürften Schaden und Raus zumindest bei zwei verschiedenen Terminen über eine Übertragung der ominösen Spekulationsgeschäfte gesprochen haben. Zuvor war immer nur die Rede gewesen von einem beiläufigen Gespräch am Buffet während einer Festspielveranstaltung.

Minusgeschäfte der Stadt Salzburg

Die Derivate sollen zum Zeitpunkt der Übertragung von der Stadt ans Land mit 5 Millionen Euro im Minus gewesen sein. Das sagt Gutachter Christian Imo. Darüber wird aber weiter gestritten. Derzeit wird Imo im ergänzend befragt.

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