Gewitter in den Bergen

Horrorszenario

Gewitter in den Bergen

Wetterbericht

Eine Grundvoraussetzung für eine Bergtour ist auf jeden Fall, dass man sich den aktuellsten Wetterbericht genau ansieht. Smartphones und Tablets sind zwar praktische Tools, aber man kann sich nicht auf jede Wetter-App verlassen. Portale, die die Prognosedaten der ZAMG verwenden, sind sehr zuverlässig.

Wärme- und Frontgewitter

Vor allem in den heißen Sommermonaten ist bei uns häufig mit Gewittern zu rechnen. Es kann zwischen zwei Gewitterarten unterschieden werden, den Wärme- und den Frontgewittern.

Wärmegewitter treten vor allem in den warmen Sommermonaten auf. Sie entstehen meistens gegen Nachmittag oder Abend. Wenn Haufenwolken schnell in die Höhe quellen, merkt man, dass ein Wärmegewitter entsteht. Spätestens, wenn sich hohe Wolkentürme bilden, sollte man sich umgehend einen geschützten Platz suchen. Wenn man im Wetterbericht schon von labilen Luftmassen hört, sollte man besser nur am Vormittag seine Bergtouren planen.

Frontgewitter hingegen entstehen beim Durchzug einer Kaltfront, oft wird damit eine Schönwetterperiode beendet. Oft ist es kurz vor dem Gewitter noch extrem schön oder sogar wolkenlos. Frontgewitter sind deshalb so gefährlich, denn sie sind unberechenbar und treten plötzlich aus. Im Gebirge können dadurch sogar im Hochsommer eisige Temperaturen oder Schneeschauer entstehen. Wenn ein Frontgewitter angekündigt ist, sollte man unbedingt nur kleine Touren unternehmen, die man auch schnell abbrechen kann.

Blitz-Tipps

  • Im Sommer ist es besser, Bergtouren und Wanderungen so früh wie möglich zu starten, denn am Nachmittag steigt die Gewittergefahr.
  • Bei Gefahr von Wärmegewittern Bergtouren am Vormittag machen.
  • Bei Gefahr von Frontgewittern/Kaltfront Touren sehr genau planen und unbedingt eine Abbruchmöglichkeit einberechnen
  • Wolkenentwicklung beobachten

 

Was tun, wenn man vom Gewitter überrascht wird?

  • Berghütten und Häuser mit Blitzableitern als Unterschlupf verwenden
  • Sich hinhocken und zusammenkauern
  • Mitglieder von großen Gruppen sollten sich verteilen
  • Nicht neben Bäumen oder Baumgruppen aufhalten
  • Berggipfel und Waldränder mit hohen Bäumen meiden
  • Achtung bei Höhlen und Überhängen
  • Weg von wasserführenden Rinnen
  • Auf keinen Fall bei Klettersteigen mit Stahlseilsicherungen aufhalten
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