29. November 2016 13:46
Neues Finanzierungsmodell
Gasteiner Bergbahnen setzten auf Crowdfunding
Die Gasteiner Bergbahnen werden rund 90 Millionen Euro in die Modernisierung des Skigebietes Schlossalm stecken.
Gasteiner Bergbahnen setzten auf Crowdfunding
© Gasteiner Bergbahnen/plenos

Größtes Invetitionsvorhaben
Die Gasteiner Bergbahnen wollen rund 90 Millionen Euro in die Modernisierung der Schlosslam stecken. Investiert wird dieser Betrag bis 2020. Ein Teil davon wird aus dem freien Cash Flow gedeckt. Dabei handelt es sich um 21,3 Millionen Euro. Die restlichen 63,5 Millionen Euro werden durch eine Kombination aus verschiedenen Außenfinanzierungen abgedeckt - ein Teil davon durch Bürgerbeteiligung.

Bürgerbeteiligung
Darunter versteht man die finanzielle Beteiligung von Bürgern an einem Projekt - es kann also jeder investieren. Es handelt sich rechtlich gesehen um ein so genanntes "Nachrangdarlehen", das gemäß dem Alternativfinanzierungsgesetzt abgewickelt wird.

Bei zwei Modellen kann jeder eine bestimmte Summe investieren. Dafür bekommt er in den nächsten Jahren Geld in Form von Gutscheinen ausbezahlt. Aber nicht die gleiche sondern eine höhere Summe, da die Investoren einen Zinssatz zwischen 6 und 7 Prozent dazu bekommen. Diese Gutscheine können dann für die Liftkarten verwendet werden.

Bei der dritten Variante gibt es Geld für Geld. Anleger können auch hier eine bestimme Summe investieren und bekommen dann 4 Prozent Zinsen überwiesen.

Für diese Investitionen gibt es natürlich auch Risikomöglichkeiten, daher sollte gut abgewogen werden. Interessierte können sich ab dem 1. Dezember beteiligen.

Neue Einseilumlaufbahn

Im Fokus steht beim Projekt der Neubau einer modernen Einseilumlaufbahn mit Kabinen für jeweils 10 Personen. Diese ersetzt im unteren Abschnitt die bisherige Standseilbahn. Dadurch entfällt das Umsteigen bei der Mittelstation komplett.  Die Förderleistung wird dadurch auch enorm gesteigert. Statt bisher 1.400 Personen können künftig rund 3.000 Personen befördert werden. Von der Tal- zur Mittelstation braucht die Einseilumlaufbahn ca. 4 Minuten, bis zur Bergstation nochmals 6 Minuten.

Auch die Gastronomie wird modernisiert. Eine 55 Meter lange Fußgängerbrücke führt von der neuen Bergstation zum Restaurant in der alten Bergstation. Auch in der Talstation wird es künftig einen gastronomischen Betrieb geben.


Modernisierung der Pisten
Im Rahmen des Projektes gibt es auch auf den Pisten einige Veränderungen. Geplant sind ein Umbau, Neubau und Rückbau von Pisten bzw. Pistenteilen. Vor allem sehr enge Stellen und Pisten mit größerer Querneigung werden an die Bedürfnisse angepasst. Entlang der Sendeleiten ab dem Bereich Brandbichl soll künftig eine Piste bis zur Mittelstation führen. Und zusätzlich wird auch eine zweite Talabfahrt mehr Raum für Trainingsstrecken bieten.

Wintersportler können sich durch den Ausbau der Pisten und Lifte dann für drei verschiedene Pisten entscheiden: Schlossalm, Kleine Scharte und Haitzingalm.