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Gasexplosion am Campingplatz Zell am See

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Alle 89 Campinggäste unverletzt - Sechs Wohnwägen und ein Pkw zerstört - Platz behördlich gesperrt

Am Campingplatz Zell am See ist es am Mittwoch in den frühen Morgenstunden zu einer heftigen Gasexplosion gekommen. Kurz vor 5.00 Uhr sind aus noch ungeklärter Ursache im Gaslager des Hauptgebäudes mit einem heftigen Knall Flüssiggas-Flaschen in die Luft gegangen. In der Folge explodierten auch noch in mehreren Wohnwägen in unmittelbarer Nähe Gasflaschen, schilderte Einsatzleiter Klaus Portenkirchner der APA. Wie durch ein Wunder wurde keiner der 89 Campinggäste verletzt.

Die Explosion war dermaßen heftig, dass sie auch im Stadtgebiet von Zell am See noch zu hören war. Für die ersten Feuerwehrleute, die eintrafen, sei es zunächst extrem gefährlich gewesen, weil jederzeit weitere Explosionen möglich gewesen wären, sagte der Einsatzleiter. Das Hauptgebäude, in dem sich Duschen, Toiletten, ein Restaurant und ein kleines Geschäft befinden, begann sofort zu brennen. Auch gegen 9.00 Uhr war das Feuer noch nicht gelöscht und wurde von Drehleitern aus bekämpft, so Portenkirchner.

Die 89 Bewohner der Campingwägen und Wohnmobile wurden durch den Knall aus dem Schlaf gerissen und flüchteten ins Freie. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt, obwohl auch sechs Wohnwägen durch Nachfolgeexplosionen zerstört wurden. Die Campinggäste wurden zum Roten Kreuz gebracht, wo sie mit Essen und Trinken versorgt wurden.

Das Seecamp wurde laut Portenkirchner inzwischen behördlich gesperrt. "Es ist derzeit nicht bewohnbar, weil es keinen Strom, keine Duschen, kein Frühstück und so weiter gibt." Rund zwei Drittel der Camper werden seinen Angaben zufolge die Heimreise antreten, das restliche Drittel, teils vermutlich Dauercamper, werde auf einen anderen Platz umziehen.

Rund 150 Feuerwehrleute aus Zell am See und den umliegenden Gemeinden standen im Einsatz. Das Basisgebäude ist laut dem Einsatzleiter ein Totalschaden, dazu kämen sechs zerstörte Wohnwägen und ein ausgebrannter Pkw. Die Ursache der Explosion stand am Vormittag noch nicht fest.