Owa vom Gas

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Für das Leben, gegen extreme Raser

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Kampagne des Landes wird intensiviert / Betroffene Mutter kämpft für mehr Verkehrssicherheit / Ausstellung zeigt schreckliche Unfallfolgen

Das Land Salzburg lässt beim Kampf gegen extreme Raserei und Todesopfer im Straßenverkehr nicht locker. Mit der Verkehrssicherheitskampagne „Salzburg, owa vom Gas!“ wird noch intensiver Bewusstsein für dieses Thema geschaffen.

„Wir hören nicht auf, die Menschen über die dramatischen Folgen von extremer Raserei auf der Straße zu informieren. Man gefährdet nicht nur das eigene Leben, sondern auch jenes anderer Personen“, betonten Landesrat Stefan Schnöll und Martina Schlegel-Lanz vom ÖAMTC Salzburg am Freitagnachmittag bei der Präsentation der intensivierten Verkehrssicherheitskampagne „Owa vom Gas!“

Schnöll: „Info-Ausstellung weckt Bewusstsein.“

„Mehr als 2.800 Verletzte und 24 Tote bei Verkehrsunfällen im Bundesland Salzburg im Jahr 2021 sind nach wie vor viel zu viele“, betont Landesrat Stefan Schnöll und fügt hinzu: „Eine der Hauptursachen ist überhöhte Geschwindigkeit und wir kämpfen deshalb weiter intensiv gegen Raserei. Strengere Strafen, verstärkte Kontrollen und ein geschärftes Bewusstsein in der Bevölkerung durch unsere Kampagne sind wirksame Mittel, die wir auch weiterhin einsetzen werden.“ Ab sofort zeigt eine eindrucksvolle Ausstellung mit echten Unfallwracks, welch schwerwiegende Folgen rasen hat.

Unfallwracks zeigen Folgen von Raserei

In der Shopping Arena Alpenstraße in der Stadt Salzburg sind echte Unfallwracks zu sehen, die auf tragische und sehr deutliche Weise die Folgen von verantwortungslosem Verhalten im Straßenverkehr zeigen. Weitere Aktivitäten im gesamten Bundesland sind geplant - die Ausstellung wandert kommenden Montag nach Zell am See (Einkaufszentrum PEZZ). Dazu kommen schon seit Anfang Juli insgesamt rund 150 Plakate und Rolling Boards im gesamten Bundesland sowie rund 130 Radiospots. Natürlich wird auch auf den Social Media-Kanälen des Landes mit großer Reichweite informiert. „So kann sich jeder selber ein Bild davon machen, wieviel Leid Raserei verursacht“, so Stefan Schnöll.

ÖAMTC-Ausstellung berührt

Auch der Mobilitätsclub ÖAMTC berührt seit Jahren mit der Ausstellung „7 Schicksale – 7 Schatten“ und ist Partner der Aktion „Owa vom Gas“. Die Schatten stehen stellvertretend für Jugendliche, die im Straßenverkehr ums Leben kamen. Seit kurzem ist auch Sabine Peterbauers Tochter Kati Teil der Ausstellung.

Schlegel-Lanz: „7 Schicksale – 7 Schatten“

„Nach einem tödlichen Verkehrsunfall ist für Familien und Freunde nichts mehr so, wie es war. Oft ist es eine falsche Entscheidung, die im Bruchteil einer Sekunde alles verändert. Ein Blick aufs Handy, für eine kurze Strecke den Gurt weglassen oder trotz Alkoholisierung noch die Heimfahrt antreten. Die gezeigten Schattenfiguren sollen den jungen Menschen im Gedächtnis bleiben – damit sie in kritischen Situationen die richtige Entscheidung treffen“, beschreibt ÖAMTC-Landesdirektorin Martina Schlegel-Lanz das Ziel der Ausstellung.

Maßnahmenpaket gegen Raser

„Mir ist der Kampf gegen diese extreme Raserei besonders wichtig. Wir informieren auf allen Ebenen, setzen aber gleichzeitig auf verschärfte Strafen. Einen Teil unseres Maßnahmenpaketes konnten wir schon umsetzten und ich kämpfe weiter dafür, dass Wiederholungstätern das Fahrzeug abgenommen wird. Das zweite Raserpaket befindet sich in den letzten Verhandlungsrunden“, so Schnöll.

Verschärfte Strafen seit 1. September 2021 im Überblick

  • Erhöhung des Strafrahmens auf bis zu 5.000 Euro
  • Verdopplung der Entzugsdauer des Führerscheins
  • Erhöhung des Beobachtungszeitraumes bei wiederholten Übertretungen
  • Bis zu sechs Monaten Führerscheinentzug bei illegalen Straßenrennen

„Wenn jemand mit 40 km/h im Ortsgebiet zu schnell erwischt wird, zahlt er seit September 1.600 statt 500 Euro. Bei so einer Geschwindigkeit gefährdet man alle Verkehrsteilnehmer. Das ist kein Kavaliersdelikt mehr“, so Stefan Schnöll. Schwerpunktkontrollen finden regelmäßig in allen Bezirken statt.

Kampf gegen Raserei gelingt nur mit Partnern

Salzburgs Straßen noch sicherer zu machen, ist nicht nur dem Land Salzburg ein Anliegen. Bei der Verkehrssicherheitskampagne „Owa vom Gas“ sind mit Stadt Salzburg, Polizei, Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), ÖAMTC, ARBÖ, Bildungsdirektion Salzburg und AUVA alle wichtigen Partner des Verkehrssicherheitsfonds mit im Boot.

Quelle: Land Salzburg