12. Oktober 2017 12:47
Glücks- oder Unglückstag?
Freitag der 13.
Im Volksglauben ist an diesem Tag die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unglück passiert, höher als sonst. Doch was ist dran an dem Mythos?
Freitag der 13.
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Wer hat in seinem Freundes- oder Bekanntenkreis auch jemanden, der abergläubisch ist? Der Freitag der 13. gehört eindeutig zu den Gegebenheiten, die dem Einen oder Anderen unheimlich vorkommen. Menschen können sogar eine Phobie haben, die Paraskavedekatriaphobie, also eine irrationale Furcht vor diesem Tag. Manche Betroffenen leiden so stark darunter, dass sie sogar Termine oder geplante Reisen absagen müssen oder sich gar nicht erst trauen, aus dem Bett zu kommen.

Aber woher kommt der Aberglaube?

Die Leiterin des Instituts für Volkskunde, Ulrike Kammerhofer-Aggermann sagt, es gibt viele Erklärungsversuche. Eine mögliche Herleitung ist der Ansatz der griechischen Mythologie: „In der griechischen Mythologie ist 13 die Zahl, die über das Normale hinausgeht. Das heißt alles, was gut und richtig ist, endet mit zwölf. Zwölf ist auch drei Mal vier, das ist das Triviale und das Quadrivium, also das Irdische und das Geistige. Alles, was darüber hinausgeht, ist abnormal.“ Kammerhofer-Aggermann denkt, dass unsere Furcht vorm Freitag dem 13. davon hergeleitet wird.

Hat das Datum tatsächlich Auswirkungen auf Unfälle?

Aloisia Gurtner, Pressesprecherin vom ÖAMTC Salzburg sagt, anhand der Zahlen sei kein erhöhtes Vorkommen von Pannen oder Unfällen zu erkennen. Gurnter meint aber auch: „Wenn man an sowas glaubt, kann es sein, dass man an diesem Tag ein bisschen unsicherer oder nervöser ist und dann können natürlich Fehler oder Pannen passieren.“

Das heißt also: Nicht verunsichern lassen und ruhig bleiben. Dann kann einem der oftmals gefürchtete Freitag der 13. nichts anhaben.