15. September 2015 06:21
Angespannte Situation am Bahnhof
Flüchtlinge bangen um Weiterreise nach Deutschland
Der Salzburger Hauptbahnhof bleibt nach wie vor eine Sackgasse für Flüchtlinge.
Flüchtlinge bangen um Weiterreise nach Deutschland
© Antenne Salzburg

Derzeit befinden sich etwa 1.200 Flüchtlinge am Bahnhof. In den kommenden Stunden werden etwa 300 weitere Personen erwartet, die mit Zügen aus Wien kommen. Weil zudem mehr und mehr Flüchtlinge mittels Taxi, Bus und Privatfahrzeug zum Salzburger Hauptbahnhof gelangen, sind die Kapazitäten dort ausgeschöpft. Deshalb soll nun die ehemalige Autobahnmeisterei in Liefering mit insgesamt 600 Plätzen den Hauptbahnhof entlasten.

Flüchtlinge gehen zu Fuß

Heuten sollten allerdings bereits vier Busse rund 250 Flüchtlinge ins Notquartier Kasern bringen, um wieder Kapazitäten am Bahnhof zu schaffen. Laut Rotkreuz-Einsatzleiter Robert Leitner, weigerten sich aber viele mitzufahren, als sie erfuhren, dass sie mit den Bussen nicht nach Deutschland gebracht werden.

Zahlreiche Flüchtlinge wollen nicht mehr länger am Hauptbahnhof auf einen Zug warten, daher machen sich immer wieder Gruppen von 15 bis 20 Personen zu Fuß auf den Weg, um die etwa 6 Kilometer entfernte Grenze über Freilassing zu erreichen. „Es ist einerseits gut, weil sich die Situation am Bahnhof entspannt, aber andererseits ist es natürlich schwierig für die Personen an der Grenze und wahrscheinlich auch für die deutsche Polizei an der Grenze,“ beschreibt Karl Schupfer, stellvertretender Chefredakteur der Stadt Salzburg, dieses Vorhaben.