Feuerwehreinsätze im Pinzgau, Pongau und Lungau

Wieder Unwetter

Feuerwehreinsätze im Pinzgau, Pongau und Lungau

Es hat wegen der schweren Gewitter und starken Regengüsse auch in der Nacht auf Sonntag wieder duzende Überschwemmungen und Muranabgänge sowie Erdrutsche gegeben. Zahlreiche Straßen sind blockiert. So etwa die Preberseestraße im Lungau. Hier drohen Bäume umzustürzen. In Zauchensee ist die Straße überflutet. In Gastein und Kleinarl ist es zu Murenabgängen gekommen. Die Aufräumarbeiten werden wohl noch bis Anfang der Woche dauern.

Unwetter Hotspots

Besonders stark betroffen ist der Salzburger Pongau. In Großarl kämpfen die Einsatzkräfte  gegen große Vermurungen. Ersten Informationen zu Folge hat es vor allem den Ortsteil Schied und das Ellmautal stark erwischt. In Dorfgastein kam es zur Vermurung des Ortszentrums. Der Ort Obertauern ist derzeit weder von Pongauer noch von Lungauer Seite erreichbar. In Flachauwinkl wurden große Schäden aus dem Marbachtal gemeldet.

Landesrat Josef Schwaiger, der für den Katastrophenfonds des Landes zuständig ist, hat umgehend die Mittel freigegeben, um großes Gerät anzufordern. Vorrangigstes Ziel ist die Abwehr von weiteren Schäden.

Aus dem Lungau: Dort arbeiten die Einsatzkräfte derzeit daran die B99 nach Obertauern wieder freizubekommen. Derzeit liegen rund 1500 m3 Geröll  zwischen Tweng und der Lawinengalerie auf der Straße. In der Nacht mussten auch 50 Personen aus der Ahorngalerie geborgen werden. Sie waren mit  ihren Fahrzeugen dort eingeschlossen. Der Löschzug Obertauern hat sich zu den betroffenen Personen vom Pass her vorgearbeitet und konnte alle mit ihren Fahrzeugen nach Obertauern begleiten.  Im Lungau sind derzeit vor allem die Gemeinden Zederhaus, Weißpriach, Mariapfarr Ligniz, Lessach und Göriach betroffen.

Zuletzt Gewitter am Freitag

Am Freitagabend ist die Polizei St. Johann im Pongau über eine Verklausung des Schiedgrabens informiert worden. Diese hatte einer Überflutung der L109 in Großarl ausgelöst. Der Starkregen und ein leichter Hagelschauer hatten zu einer Verklausung der Brücke geführt, wie die Polizei Salzburg am Samstag berichtet.

Disponent Helmut Lugstein von LAWZ Salzburg teilte mit, dass bis zu 680 Einsatzkräfte, bei 72 Einsätzen und dabei mit 22 eingesetzten Feuerwehren die Unwetterschäden von Freitag auf Samstag behoben haben. Weiters sagte er, dass bis auf ein paar Kleinigkeiten im Lungau das Schlimmste gestern schon behoben wurde. Einige umgestürzte Bäume wurden dort noch gefunden und von der FF Tamsweg und Maria Pfarr beseitigt.

Großarler Landesstraße mit Geröll überschwemmt

In diesem Bereich war die Großarler Landesstraße zur Gänze mit Geröll und Schlamm überflutet und musste gesperrt werden. Für die Räumung der Straße war schweres Gerät notwendig: Nur durch einen Lader und einen Bagger konnten die Geröllmassen zur Seite geschafft werden. Am Samstag in den frühen Morgenstunden konnte die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden. Ein Brückenbaumeister hatte zuvor auch die dortige Brücke untersucht.

Die Aufräumarbeiten setzen sich am Samstag fort. Im Einsatz standen die Freiwillige Feuerwehr Großarl und Hüttschlag. Die Straßenmeisterei Pongau hat die Reinigung der Straße übernommen.

Sperre wegen Überflutungen im Pinzgau

Auch in Neukirchen am Großvenediger (Pinzgau) haben Gewitter und Starkregen Überschwemmungen verursacht. Die B165 musste abschnittsweise wegen Überflutungen gesperrt werden. Im Orstteil Trattenbach trat ein Bach über die Ufer und überflutete die Bundesstraße und Gärten. Die Freiwilligen Feuerwehren Neukirchen und Wald übernahmen die Aufräumarbeiten.

Katschbergstraße im Lungau wegen Mure gesperrt

Im Lungau standen die Freiwillige Feuerwehr Obertauern sowie die Freiwillige Feuerwehr Tweng im Unwettereinsatz. Die Feuerwehrleute waren mit dem Auspumpen des Heizkraftwerks Obertauern beschäftigt. Außerdem musste die Katschbergstraße zwischen Obertauern und Tweng von einer Mure befreit werden.

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