Fast 20.000 Frauen und Männer haben in Salzburg keine Arbeit

AK-Präsident fordert endlich eine Kurskorrektur

Fast 20.000 Frauen und Männer haben in Salzburg keine Arbeit

Noch nie standen in Salzburg so viele Menschen ohne Arbeit da wie jetzt! Es sind sogar um 3.111 mehr, als zum Höhepunkt der Krise vor vier Jahren! Gegenüber dem Vergleichsmonat Jänner  des Vorjahres bedeutet das einen Anstieg um 10,8 Prozent (+1.586 Personen)  auf 16.226 – ein Zuwachs etwas über dem bundesweiten Durchschnitt von plus 9,3 Prozent. Dazu kommen 3.085 Personen (+9,7 Prozent) in Ausbildungs- und Schulungsaktivitäten.

„Beinahe 20.000 Menschen, die sich um ihre Existenz starke Sorgen machen müssen – das ist dramatisch!“, sagt AK-Präsident Siegfried Pichler und fordert Weichenstellungen.

„Im Wesentlichen knüpft die Arbeitsmarktentwicklung zum Jahresbeginn dort an, wo sie im alten Jahr aufgehört hat“, beschreibt das Arbeitsmarkt-Service (AMS) die aktuelle Arbeitsmarktlage. Und: „Zeichen für eine Trendwende sind nicht erkennbar!

„In dieser Situation brauchen wir dringend Impulse, die eine Trendumkehr einläuten können“, sagt AK-Präsident Pichler. Zuerst müssen die Landespolitiker rasch jenen Anteil am aktuellen Konjunkturpaket der Bundesregierung nach Salzburg holen, der den Arbeitnehmern und Unternehmern hier zusteht.

Doch das allein wird bei Weitem nicht ausreichen, um die Rekordarbeitslosigkeit zu lindern. Die Landesregierung im Chiemseehof muss vor der eigenen Haustüre aktiv werden: Etwa bei der Finanzierung von leistbaren Wohnungen, einer zeitgemäßen Kinderbetreuung oder in Bildungs- und Verkehrsinfrastruktur. „Genau das sind Investitionen in Bereiche, die nicht nur den Menschen helfen, sondern auch Arbeit schaffen!“, wiederholt  Pichler seine Forderungen.

Die alles andere als rosige Lage auf dem Arbeitsmarkt ist unter anderem die Folge einer verfehlten europäischen Wirtschaftspolitik in den vergangenen Jahren. “Die Finanzmärkte bleiben unreguliert, Spekulanten haben freie Hand, das Geld kommt in der Realwirtschaft nicht an. Die falsche Reaktion darauf war Kaputtsparen der Staaten“, kritisiert Siegfried Pichler.

„Leider wurden aus vielen dieser Problemen kaum Lehren gezogen“, so der AK-Präsident. Das neue Konjunkturpaket ist daher eine wichtige Korrektur. Besonders die zusätzlichen Mittel des Bundes für eine Bauoffensive sind eine bedeutende Maßnahme. „Salzburg ist ein Land der Wohnungsnot, Investitionen sind notwendig. Allerdings nicht nur vom Bund. Auch das Land muss aktiv werden!“, fordert Pichler.

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