Falschgeld und Suchtmittel

Sicherstellung

Falschgeld und Suchtmittel

Die Verwendung dieser Banknoten im Zahlungsverkehr in der Stadt Salzburg fiel im Zuge von Bankeinzahlungen auf und wurde umgehend der Polizei angezeigt. Des Weiteren stellte ein Salzburger Essenslieferant in diesem Zeitraum den Erhalt von gefälschten 20,- Euro Banknoten im Gesamtwert von 80,- Euro fest. Sensibilisiert durch diese Vorfälle achteten die Essenslieferanten folglich verstärkt auf die Qualität und Echtheit der bei der Bezahlung übergebenen Geldscheine.

Am Abend des 7. Mai 2019 übergab ein Unbekannter einem der Essenslieferanten zur Bezahlung der Bestellung zwei gefälschte 20,- Euro Banknoten und verschwand unerkannt in einem Wohnblock. Die Anzeige des Lieferanten bei der Polizei verlief zu diesem Zeitpunkt aufgrund der spärlichen Hinweise und vagen Täterbeschreibung jedoch negativ. Am Abend des 8. Mai 2019 ging neuerlich eine Bestellung bei dem Essenslieferanten von der Adresse der verdächtigen Kundschaft vom Vortag ein. Die zeitgleich verständigten Polizisten begleiteten bzw. überwachten die Übergabe und Bezahlung der Essenslieferung in Salzburg-Lehen. Dabei konnte ein 19-jähriger Türke als Beschuldigter angehalten und festgenommen werden.

Im Verlauf der bisherigen Ermittlungen und aufgrund einer richterlich bewilligten Hausdurchsuchungsanordnung der Staatsanwaltschaft Salzburg stellten die Ermittler in der Wohnung des 19-jährigen weitere 16 Stück gefälschter 20,- Euro Banknoten, in einer Gesamtnominale von 320,- Euro, sowie annähernd 200 Gramm Kokain mit diversen Suchtmittelutensilien sicher. Als Beitragstäter ist auch der 18-jährige Bruder des Erstbeschuldigten verdächtig. Bei ihren Vernehmungen gaben die beiden 18 und 19 Jahre alten Verdächtigen nachvollziehbar an, das Falschgeld von einem 17-jährigen Salzburger erhalten zu haben. Dieser habe selbst einige gefälschte 20,- Euronoten in Salzburg verwendet bzw. dies zumindest versucht. Die Ermittlungen des Kriminalreferates des Stadtpolizeikommandos in Kooperation mit dem Landeskriminalamt zu den Hintermännern und Herstellern des Falschgeldes sowie zur Herkunft des Suchtmittels dauern noch an. Ein Gutachten der Nationalbank zu den gefälschten Banknoten ist ebenso noch ausständig.

Der 19-jährige türkische Beschuldigte befindet sich in der Justizanstalt Salzburg in Haft. Sein 18-jähriger Bruder ist derzeit auf freiem Fuß. Gegen den 17-jährigen Tatverdächtigen besteht eine Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Salzburg. Er befindet sich derzeit auf der Flucht.

Die Polizei rät jedenfalls, Geldscheine auch bei kleinen Beträgen schon mittels der bekannten Sicherheitsmerkmale zu überprüfen.

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