Ex-Vizekanzler Erhard Busek ist tot

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Ex-Vizekanzler Erhard Busek ist tot

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Kanzler Nehammer: "Großer Österreicher und begeisterter Europäer" - Sobotka würdigte ihn als "Politiker mit Haltung, Visionär und Vordenker" - Auch Doskozil und Ludwig würdigten Busek

Die ÖVP hat am Montag mit Betroffenheit auf das Ableben ihres langjährigen Bundesparteiobmannes Erhard Busek reagiert. Kanzler Karl Nehammer zeigte sich tief betroffen und würdigte Busek als "großen Österreicher und begeisterten Europäer", der über Parteigrenzen hinweg geschätzt wurde. Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) beschrieb ihn als "Politiker mit Haltung, Visionär und Vordenker".

Nehammer hob zudem Buseks Verdienste für die Volkspartei hervor, die er in unterschiedlichsten Funktionen und Ämtern geleistet habe. "Insbesondere als Bundesparteiobmann, Vizekanzler und Minister hat Busek die Politik und das Profil der Volkspartei jahrelang maßgeblich geprägt", betonte auch ÖVP-Generalsekretärin Laura Sachslehner.

Die Wiener Landespartei, der Busek von 1976 bis 1989 als Parteiobmann vorstand, reagierte mit "tiefer Trauer und großer Bestürzung". "Mit Erhard Busek ist ein großer Wiener, Österreicher und Europäer von uns gegangen. Er wird eine große Lücke hinterlassen. Nicht nur politisch, sondern auch menschlich", so der designierte Landesparteiobmann der Volkspartei Wien, Stadtrat Karl Mahrer und Klubobmann Markus Wölbitsch. Busek habe als Landesparteiobmann bzw. später als Vizebürgermeister mit seiner Politik der "bunten Vögel" verkrustete Strukturen aufgebrochen.

"Mit Erhard Busek verliert Österreich eine Persönlichkeit, die über Jahrzehnte die politische Landschaft geprägt und bewegt hat. Durch ihn hat die Volkspartei an Breite, Vielfalt und Offenheit gewonnen", reagierte Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Mit seiner unkonventionellen Art habe Busek vor allem für seine Heimatstadt Wien viel erreichen können. Seine Ideen hätten die Bundeshauptstadt "weltoffener und moderner gemacht", so Mikl-Leitner. Nicht zuletzt sei Busek "überzeugter Europäer" gewesen.

Kondolenzen kamen auch vom burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und vom Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (beide SPÖ). Österreich verliere mit Busek einen "Brückenbauer und ein Vorbild für die Politik", erklärte Doskozil: "Er war ein Freund des Burgenlandes und eine zutiefst humanistisch geprägte Persönlichkeit mit weitem Horizont, die immer das Gemeinsame und nie das Trennende in den Vordergrund gestellt hat." "Mit dem Tod Erhard Buseks verlieren wir einen Politiker und Vordenker, dessen große Begabung es war, über den gesellschaftlichen und politischen 'Tellerrand' hinauszublicken", sagte der Wiener Bürgermeister.

Quelle: APA