05. Februar 2020 15:37
Behördliche Maßnahmen bei Corona-Verdachtsfällen
Es herrscht Meldepflicht
Für das Coronavirus gibt es eine Meldepflicht im Verdachts-, Krankheits- und Todesfall. Bei den Kontaktpersonen handelt es sich um ansteckungsverdächtige Personen.
Es herrscht Meldepflicht
© Land Salzburg

Seit 31. Jänner ist eine neue Verordnung des Bundes in Kraft, nach der es möglich ist, im Ernstfall ansteckungsverdächtige Personen im Umgang mit anderen Personen zu beschränken. Die Umsetzung erfolgt durch die zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden.
„Damit können bei Bedarf die Gesundheitsämter der Bezirkshauptmannschaften ausreichend wirksame Schritte gegen eine Ausbreitung setzen“, so Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz. „Sollte beispielsweise ein Verdachtsfall durch einen Arzt an die Behörde gemeldet werden, spricht die Behörde mit dem betroffenen Patienten, um im Gespräch herauszufinden, mit wem er in der maßgeblichen Zeit Kontakt hatte“, erklärt Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz die Vorgehensweise.

Gesetzlicher Rahmen

Geregelt ist die Definition eines „Ansteckungsverdächtigen“ laut Gesundheitsministerium in §1 der sogenannten „Absonderungsverordnung“. Personen gelten unter anderem als ansteckungsverdächtig, wenn sie zwar derzeit keine Krankheitserscheinungen aufweisen, sie aber der Ansteckung durch eine bestimmte Krankheit ausgesetzt waren und dadurch deren Weiterverbreitung verursachen können.

Maßnahmen werden durch Bund koordiniert

Mögliche weitere Maßnahmen werden, wie auch wie bisher, durch das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz eng mit der WHO und den österreichischen Behörden abgestimmt. Die Landessanitätsdirektion hat unter www.salzburg.gv.at/corona-virus alle Informationen zusammengefasst, diese werden laufend aktualisiert und auf den neuesten Wissensstand gebracht.

Quelle: Land Salzburg