Entscheidung über AstraZeneca

EU-Experten legen Bericht vor

Entscheidung über AstraZeneca

Heute legen die EU-Experten ihren Bericht über den AstraZeneca-Impfstoff vor.

Ganz Europa wartet gespannt auf diese Entscheidung: Heute werden die Wissenschaftler der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) alle verfügbaren Informationen über AstraZeneca abschließend bewerten und „alle erforderlichen Empfehlungen für weitere Maßnahmen abgeben“.


Erst danach wird in Österreich das Nationale Impfgremium (NIG) darüber entscheiden, wie es bei uns mit dem Vakzin weitergehen wird. Bisher hat Österreich keinen Impfstopp für das Mittel angeordnet. 13 EU-Länder beurteilten das anders. Sie setzten das Verimpfen von AstraZeneca vorerst aus. Darunter Staaten wie Deutschland, Italien oder Frankreich.


Der Grund für die Entscheidung war eine auffällige Häufung einer speziellen Form von sehr seltenen Thrombosen in Hirnvenen. Die sind in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) und Blutungen in zeitlicher Nähe zu Impfungen mit AstraZeneca aufgetreten. Deshalb haben die EU-Experten das Mittel in den vergangenen Tagen erneut unter die Lupe genommen, Labor-Berichte studiert. Alle Ergebnisse der Vorfälle wurden analysiert, auch die aus Österreich. Heute liegt das finale Ergebnis vor. „Aspirin“. Unabhängig davon riet das Nationale Impfgremium in Österreich inzwischen davon ab, gerinnungshemmenden Medikamente parallel zur Impfung einzunehmen. Acetylsalicylsäure (z.  B. Aspirin), niedermolekulares Heparin oder ähnliche Mitteln müssen auf jeden Fall ausgesetzt und vor der Impfung den Ärzten gemeldet werden.