10. Juli 2018 06:07
WM-Halbfinale
Duell der Milliardenteams
Belgien und Frankreich treffen heute im Duell der Superstars aufeinander.
Duell der Milliardenteams
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Es ist alles angerichtet! Das erste Halbfinale zwischen Belgien und Frankreich verheißt Spektakel, es ist das Duell der Milliarden-Teams. Die Franzosen kratzen diese Marke schon jetzt, haben einen Kadergesamtwert von 1,1 Milliarden Euro. Prunkstücke sind Youngster Mbappé (120 Mio. Euro) und Goalgetter Griezmann (100 Millionen Euro). Die Belgier hingegen halten derzeit „nur“ bei 754. Nach dem ersten WM-Halbfinale seit 32 Jahren dürfte die Milliarden-Marke aber keine Utopie sein.

Giroud: "Es gibt eine sehr große Rivalität"

Erst recht, wenn die Belgier heute gegen Frankreich erstmals in ein WM-Endspiel einziehen. Das ist jedenfalls das klare Ziel. „Dort wollen wir unbedingt hin“, weiß Mittelfeld-Ass De Bruyne. Setzen können die Roten Teufel wieder auf ihre Offensive – 14 Tore sind der absolute Top-Wert aller WM-Teams. Ein Wert, der die Franzosen aber nicht in Angst versetzt. „Das Halbfinale ist nicht unser Ziel“, untermauert Pogba die klaren Ansprüche auf den ersten Titel seit 1998. Was zusätzliche Brisanz bringt: Die Rivalität der Nachbarländer ist groß. Das betont Frankreichs Giroud: „Es gibt eine sehr große Rivalität, es ist wie ein Derby.“ Lasset die (Milliarden-) Spiele beginnen ...

Mbappé zündet die Rakete

„Wir werden einen Plan finden, um Kylian Mbappé zu stoppen“, sagt Belgien-Verteidiger Jan Vertonghen. Doch das wird eine enorm schwierige Aufgabe: Der 19-Jährige besticht bei der WM durch seine Schnelligkeit, Dribblings und den eiskalten Abschluss. Er hält schon bei drei Treffern in Russland. „Das Schwerste kommt jetzt erst noch“, weiß der Offensiv-Blitz, der seine WM-Prämien für wohltätige Zwecke spenden will.

Lukaku will jetzt noch mehr

Mit 40 Toren ist Romelu Lukaku längst Belgiens Rekordtorschütze. Ein Ziel, das er sich schon früh gesetzt hat, denn nur durch seine Karriere als Profifußballer konnte er bitterer Armut entkommen. „Meine Mutter mischte Wasser in die Milch. Ratten liefen durch unsere Wohnung“, erzählt der 1,91 Meter große Sturmtank. Angespornt von Wut darüber, eroberte der 25-Jährige die Fußballwelt. Seinen Traum hat er sich schon erfüllt, doch der WM-Titel wäre das i-Tüpfelchen.