Doskozil kehrt Bundesspitze Rücken zu

Bundes SPÖ nimmt Entscheidung an

Doskozil kehrt Bundesspitze Rücken zu

Burgenlands Landeshauptmann wird im Juni nicht mehr als Vize von SPÖ Parteichefin und ehemaligen Gesundheitsministerin Rendi- Wagner kanditieren.

In einem persönlichen Brief an die SPÖ Parteispitze, kündigt Burgenlands Landeshauptmann Doskozil an im Juni nicht mehr als Stellvertreter von SPÖ-Bundesparteichefin Pamela Rendi-Wagner kandidieren. Als Grund dafür meint Doskozil das er der Partei "einen Neustart ermöglichen" will. Zwischen dem roten Landeschef und Rendi-Wagner soll es aber bereits über längere Zeit Differenzen geben.


"Fakt ist, wir erleben seit Wochen die immer gleichen Debatten. So manch einer hat zusätzlich Öl ins Feuer gegossen, gerade in den Sozialen Medien mitunter oft sehr untergriffig. Auch ich habe in der politischen Leidenschaft wohl das eine oder andere Mal den Bogen überspannt. Dabei ist es mir aber nie um Personalfragen gegangen, die die Medien so interessieren, sondern einzig und allein um unser inhaltliches Profil", so Doskozil im Wortlaut.


"In der jetzigen Krisensituation hat aber niemand Verständnis für interne Debatten. Deshalb möchte ich einen Neustart ermöglichen und werde deshalb nicht mehr als stellvertretender Parteivorsitzender kandidieren. Ich tue dies ohne jeden Groll, sondern einzig und alleine in der Absicht, die SPÖ aus dem medialen Dauerfeuer zu nehmen - weil mir die Zukunft unserer Partei, wie euch allen, ein Herzensanliegen ist."
Nachdem das Präsidium solle laut Stellungnahme ohnehin von 16 auf nur 6 Mitglieder verkleinert wird, gibt es Seitens der Bundes-SPÖ dazu eine Zustimmung. "Wir nehmen die Entscheidung zur Kenntnis." so die Partei.