Disney+ ist da: Das sind die Top-Serien & -Filme

Netflix-Gegner kostenlos testbar

Disney+ ist da: Das sind die Top-Serien & -Filme

Zynisch betrachtet hätte der Zeitpunkt für den Österreich-Start der neuen Streamingplattform Disney+ kaum besser sein können - auch wenn die Bandbreite/Bildqualität um das Internet zu entlasten zunächst eingeschränkt ist. Dass das Coronavirus das öffentliche Leben zum Erliegen bringt und die Leute zuhause mehr fernsehen, dürfte den Start des neuen Konkurrenten für Netflix und Co, der am 24. März erfolgt ist, erfolgreicher machen. In einigen Ländern ist Disney+ bereits seit November verfügbar und hat dort einen Traumstart hingelegt. Vor allem aber punktet man mit Klassikern sowie der heiß ersehnten Star-Wars-Serie "The Mandalorian". Außerdem sind die Preise (6,99 Euro pro Monat; 69,99 Euro pro Jahr) günstiger als beim Platzhirschen. Für alle, die unentschlossen sind, gibt es eine kostenlose Testmöglichkeit für sieben Tage.
 
 

Top-Serien und -Filme

Bei den Inhalten kann Disney+ vom Start weg mit Netflix mithalten und hat gegenüber Apple TV+ klar die Nase vorne. Denn zu dem Konzern gehören Entertainment-Marken des Unternehmens darunter Disney, Pixar, Marvel, Star Wars und National Geographic. Darüber hinaus wird es ausschließlich für den Streaming-Dienst produzierte, "Disney+ Originals" geben in Form von Spielfilmen, Dokumentationen, Serien sowie Kurzfilmen. Zu den wichtigsten Attraktionen, mit denen Disney+ sein Publikum anlocken soll, gehören drei Star-Wars-Episoden – inklusive der neuen Serie "The Mandalorian". Zudem dürfen sich Nutzer auf viele weitere Highlights freuen. Vom Start weg sind u.a. Filme und Serien wie Captain Marvel, Dumbo, Cars 3, Marvel Inhumans, The Mandalorian, The Avengers, Findet Nemo, Kim Possible, Schneewittchen und die sieben ZwergeDie Unglaublichen, X-Men, Aschenputtel, Ant-Man, Darkwing Duck, Die Gummibärenbande, Aladin oder Toy Story mit dabei. Darüber hinaus hat Disney+ die Rechte für zahlreiche Dokumentationen von National Geographic.
 
Video zum Thema Disney+ Trailer: Ab März in Österreich
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"The Mandalorian" kehrt zu Star-Wars-Wurzeln zurück

Das vielleicht wichtigste Zugpferd für Disney+ ist "The Mandalorian", die erste reale "Star Wars"-Fernsehserie, die in den USA schon vor Monaten veröffentlicht wurde. Um ihre putzige "Baby Yoda"-Figur entstand im Internet sofort ein Kult. Ab Dienstag sind alle acht Episoden von "The Mandalorian" bei Disney+ abrufbar.
 
Pedro Pascal ("Game Of Thrones") ist der Mandalorianer. Der scheinbar namen- und gesichtslose Kopfgeldjäger schlägt sich nach dem Untergang des Imperiums in der chaotischen Galaxis durch. "Mando" nimmt nie den Helm ab, folgt den Regeln seines Clans und stellt keine Fragen.
 
Für einen zwielichtigen Kunden, den der deutsche Regisseur Werner Herzog ("Fitzcarraldo") herrlich sinister verkörpert, soll er einen besonders schwierigen, geheimen Auftrag erledigen. Es winkt ein fettes Kopfgeld. Doch als der scheinbar gefühlskalte Krieger seine Zielperson findet, bekommt er erste Zweifel. Er bricht die Regeln, legt sich mit seinem Auftraggeber an und macht sich viele Feinde. Welche Rolle "Baby Yoda" dabei spielt, wird hier nicht verraten.
 
 
Erfinder, Autor und Produzent von "The Mandalorian" ist Jon Favreau, der schon lange erfolgreich in Hollywood mitmischt - zuletzt auch wieder als Schauspieler, unter anderem in "Spider-Man: Far From Home". Favreau war es, der sein Idol Herzog vor die Kamera holte. "Er wollte, dass dieser Kerl Herzog weltweit auch irgendwo zu sehen sein soll", sagte Herzog der Deutschen Presse-Agentur. Der 77-Jährige gestand, dass er mit "Star Wars" vorher kaum Kontakt hatte. "Ich habe ein paar Trailer gesehen, bin aber nie in einem der Filme gewesen."
 
In der Zeitrechnung des "Star Wars"-Universums spielt "The Mandalorian" kurz nach dem Kinofilm "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" (1983), der sechsten Episode der Skywalker-Saga. Die neue Serie bleibt dem von George Lucas erschaffenen Universum treu. Die Optik der Kulissen und Raumschiffe, Masken, Roboter und Kostüme wurde konsequent fortgeführt. Neben Spezialeffekten aus dem Computer nutzten die Macher viele mechanische Puppen, sogenannte Animatronics.
 
Äußerlich eine Science-Fiction-Serie, ist "The Mandalorian" bei genauerer Betrachtung eine Hommage an die Italowestern der 60er- und 70er-Jahre. "Ich kann dich kalt oder warm ausliefern", sagt der Mandalorianer zu einem Flüchtigen. Wie einst Franco Nero in "Django" oder Clint Eastwood in "Für eine Handvoll Dollar" ist Pedro Pascal ein einsamer Antiheld. Statt Cowboy-Hut trägt er Helm und Rüstung.
 
Auch visuell erinnert die Serie mit großzügigen Totalaufnahmen von Wüsten und kargen Städten an die Klassiker von Sergio Leone und Co. Die stimmungsvolle Filmmusik des Schweden Ludwig Göransson ("Creed", "Black Panther") hat mehr mit den Westernmelodien des großen italienischen Maestros Ennio Morricone gemein als mit dem typischen "Star Wars"-Sound von Hollywood-Altmeister John Williams. Gezielt setzt Göransson sein Titelthema immer wieder als Erkennungsmelodie ein. Ein so markanter Soundtrack ist im Fernsehen eine Rarität.
 
Mit dem ruhigen Erzählstil und den in sich relativ abgeschlossenen acht Episoden hebt sich "The Mandalorian" angenehm von anderen zeitgenössischen Serien ab. Und statt auf "Star Wars"-Nostalgie zu setzen, erzählt Jon Favreau eine erfrischend andere Geschichte mit interessanten neuen Charakteren. Das ist beste Unterhaltung auf Kinoniveau. Eine zweite Staffel ist bereits abgedreht.
 



 

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