Salzburger Festspiele

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Diese Woche Entscheidung um Präsidentschaft

Am Dienstag Hearing der verbliebenen sechs bis acht Kandidaten - Am Mittwoch soll das Kuratorium entscheiden

Das Rennen um die Präsidentschaft der Salzburger Festspiele geht diese Woche in die finale Phase: Morgen, Dienstag, findet das Hearing der verbliebenen sechs bis acht Kandidatinnen und Kandidaten statt, tags darauf soll das Kuratorium die Entscheidung fällen. Insgesamt haben sich 19 Frauen und 13 Männer um das Amt beworben, das Helga Rabl-Stadler nach 27 Jahren zu Jahresende abgibt. Als Favoritin wurde zuletzt wiederholt Salzburgs Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf genannt.

Zu Ende der Bewerbungsfrist Anfang November langten beim Schweizer Personalberatungsunternehmen Egon Zehnder 32 Bewerbungen ein, 22 davon kamen aus dem Inland. Zehnder "siebte" aus, bis letztlich rund ein halbes Dutzend Kandidatinnen und Kandidaten übrig blieben, die sich nun dem Hearing vor den Kuratoriums-Mitgliedern stellen werden. Diese Anhörung ist für Dienstag von 9.00 bis 16.00 Uhr anberaumt, sollte diese Zeit nicht reichen, stünde auch der Mittwochvormittag zur Verfügung. Die eigentliche Kuratoriums-Sitzung ist dann von 10.30 bis 12.00 Uhr angesetzt.

Die Namen auf der Shortlist der Bewerber sickerten nicht an die Öffentlichkeit. Medial als Favoritin gilt aber die Salzburger Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf (ÖVP). So berichtete der "Standard" vor kurzem, dass in der Salzburger ÖVP bereits offen darüber gesprochen werde, wer Pallauf an der Spitze des Landtags folgen solle. Genährt wird diese Spekulation auch durch die Zusammensetzung des Kuratoriums. Vier der fünf stimmberechtigten Mitglieder kommen aus der ÖVP: Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Bürgermeister Harald Preuner, die frühere Finanzministerin Maria Fekter als Vertreterin des Bundes sowie Hans Scharfetter als Vertreter des Salzburger Tourismusförderungsfonds, der für die Volkspartei auch im Salzburger Landtag sitzt.

Jürgen Meindl, Sektionschef im Kulturministerium und zweiter Vertreter des Bundes sowie turnusmäßiger Vorsitzender des Kuratoriums, betonte am Montag im ORF, dass sich erfreulich viele und auch bestens qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber mit spannenden Konzepten beworben hätten. Und er stellte klar, dass die Personalentscheidung einstimmig fallen muss. Es darf also keine Gegenstimme geben, eine Stimmenthaltung ist aber möglich.

Das Direktorium der Salzburger Festspiele besteht aktuell aus drei Personen: dem oder der Präsidenten/in, dem künstlerischen Intendanten Markus Hinterhäuser und dem Kaufmännischen Direktor Lukas Crepaz.

Quelle: APA