15. April 2013 12:00
Sommerreifen im Test
Der Sommer rollt an
Am Montag endet in Österreich die Winterreifenpflicht. Der ARBÖ hat 16 Sommerreifenmodelle getestet.
Der Sommer rollt an
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16 Sommerreifenmodelle der Dimension 195/65 R 15 V getestet wurden vom ARBÖ getestet. Als Sieger sticht hier das Modell  Dunlop Sport BluResponse heraus. Auf Platz zwei platzierte sich der Continental Premium Contact 5 (119 Punkte), dicht gefolgt von den am dritten Platz ex-aequo platzierten Vredestein Sportrac 5 und Goodyear EfficientGrip Performance (beide 118 Punkte). „Insgesamt war das Niveau der Reifen beim heurigen Test sehr hoch. Vier Reifenmodelle schnitten als ‚sehr empfehlenswert‘ ab. Neun Reifen wurden als ‚empfehlenswert‘ eingestuft“, so Andreas W. Dick, Motorjournalist des ARBÖ-Klubmagazins FREIE FAHRT. Nur drei Ausreißer gab es: Zwei Reifenmodelle gelten als ‚beding empfehlenswert‘. Ein Modell wurde als ‚nicht empfehlenswert‘ von den Testern beurteilt. „Es zeugt von geringer Qualität, wenn ein Reifen auf Nässe geradezu allergisch reagiert“, so der ARBÖ-Experte. Den absolut kürzesten Bremsweg auf nasser Strecke hatte der Dunlop. Zum Vergleich: Der Nexen N blue Eco benötigt aus Tempo 100 ganze acht Meter mehr. Selbst die beiden Aquaplaningtests, bei denen der Testwagen geradeaus und bei Kurvenfahrt durch eine genau definierte Wasserlacke rauscht, besteht der BluResponse mit guten Leistungen. „Hier wurde im Chemie-Labor und in der Entwicklungsabteilung offensichtlich alles richtig gemacht und keine Disziplin zugunsten schöner Labelwerte geopfert“, ist Dick überzeugt.
 

EU-Reifenlabel bei Verkauf Pflicht

Wer jetzt zum Reifenhändler seines Vertrauens fährt, wird dort Reifen mit einem bunten Aufkleber vorfinden: Dieses Ende 2012 eingeführte EU-Reifenlabel soll dem Käufer die Entscheidung erleichtern, kann aber auch zu Irritationen führen, warnt der ARBÖ. "Kein Hersteller will in den drei offensichtlichen Kriterien Nassgriff, Rollwiderstand und Geräusch-Emission schlecht aussehen. Dass die Labelkriterien die Qualität eines Reifens jedoch nur unzureichend darstellen, der Reifenhersteller die Einstufung selber vornimmt und ein guter Reifen im Alltag noch viel mehr können muss, steht dabei auf einem anderen Blatt. Wirklichen Aufschluss über die Qualitäten eines Reifens liefert nur ein ausführlicher Reifentest, der weitaus mehr Eigenschaften unter die Lupe nimmt“, so ARBÖ-Experte Dick.

Winterreifen richtig einlagern

Vor der Einlagerung sollte die Profiltiefe gemessen werden. Beträgt die Profiltiefe mehr als vier Millimeter, können die Reifen getrost bis zum nächsten Winter schlafen. "Die Winterreifen sollten vor dem Einlagern gründlich gereinigt werden. Lackierte Stahlfelgen mit einem Lackpflegemittel konservieren, Kratzer bei Alu-Felgen mit Klarlack versiegeln", so der ARBÖ. Gelagert werden die Reifen am besten an einem trockenen, schattigen Ort, geschützt vor Ölen, Benzin und Chemikalien. Reifen, die auf einer Felge aufgezogen sind, liegend oder hängend aufbewahren, unterlüftet auf einer kleinen Palette oder einem speziellen "Felgenbaum". Von einer stehenden Reifenlagerung ist abzuraten, da sogenannte "Standplatten" entstehen können. Wichtig: Luftdruck vor der Lagerung leicht zu erhöhen und Reservereifen auf Druck und Beschädigung kontrollieren.