Invitrovertilisation

Gesetzesnovelle

Der Nationalrat beschließt das neue Fortpflanzungsmedizingesetz

Das Gesetz bringt Eizellenspenden, künstliche Befruchtung für homosexuellen Paaren und Kritik von der Kirche.

Das Parlament beschließt heute das neue Fortpflanzungsmedizingesetz. Es ist umstritten, weil vor allem die katholische Kirche Bedenken hat und auch die ÖVP intern nicht ganz mit der rot schwarzen Regierungsvorlage einverstanden ist. FPÖ und Team Stronach werden auch nicht mitziehen.
 
Was bringt das neue Gesetz denn für Änderungen:
Erlaubt ist künftig die künstliche Befruchtung für lesbische Paare, das hat der Verfassungsgerichtshof Anfang 2014 so entschieden, daher die Gesetzesnovelle. Darüber hinaus ist nun auch die Eizellenspende und die Samenspende von Dritten bei der In Vitro Fertilisation möglich. Alleinstehende Frauen können aber auch in Zukunft die Fortpflanzungsmedizin NICHT in Anspruch nehmen. Und weiterhin verboten bleibt die Leihmutterschaft. Erstmals möglich wird dagegen die Präimplantationsdiagnostik - also die Untersuchung des künstlich befruchteten Embryos, bevor er in die Gebärmutter eingesetzt wird.