Der Fahrplan zum Voll-Lockdown

Spitalsdaten entscheiden über Verschärfung

Der Fahrplan zum Voll-Lockdown

„Aktuell ist die Auswirkung sehr, sehr niedrig einzuschätzen. Wir haben gehofft, dass die Maßnahmen stärker wirken“, sagt Simulationsexperte Niki Popper. Er ist Mitglied des Prognoseteams des Gesundheitsministeriums und legte gestern seine Einschätzung vor. Übersetzt: Der „Lockdown“ light – also die Schließung der Gastronomie und Stopp für Events vor zehn Tagen – dämmt die Ausbreitung des Coronavirus nicht ein. Daher verhandelt die Regierungsspitze seit gestern ein neues Verschärfungspaket, um den Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern:

Dabei dürften mittlerweile sowohl Kanzler Sebastian Kurz als auch Gesundheitsminister Rudolf Anschober Verschärfungen forcieren. Der VP-Kanzler wollte bereits vor zwei Wochen die Unterstufe auf E-Learning umstellen.

Bei den Grünen sieht man das geteilt: Hier wird ein Modell der Frewilligkeit und des Schichtunterrichts für alle Schulstufen angedacht. Bildungsminister Heinz Faßmann wollte bislang alle Schüler normal weiter unterrichten lassen, dürfte aber nun auf das Modell der Freiwilligkeit – Eltern sollen entscheiden, ob sie Kinder in die Schule schicken wollen – umschwenken.

Debatten über einen harten Lockdown

Paket. Im Hintergrund wird freilich über einen harten „Lockdown“ geredet. Das würde auch wieder eine teilweise Schließung für den Handel und Ausgangsbeschränkungen auch tagsüber bedeuten. Entscheiden will man aufgrund der heutigen Daten. Am Samstag könnte es dann verkündet werden.

Und ab spätestens am Dienstag in Kraft treten. Die Hoffnung: die Spitäler dann in zwei Wochen wieder zu entlasten.

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