Deponieflächen im Pinzgau haben sich bewährt

Mehr Platz für Geröll

Deponieflächen im Pinzgau haben sich bewährt

Enorme Erleichterung bei Geröllentsorgung

Die neu geschaffenen Schutt- und Gerölldeponien im Pinzgau, auf denen Material aus Wildbachsperren nach Unwettern gelagert werden kann, sind eine enorme Erleichterung. Das bestätigten vor allem die Unwetter-Ereignisse des Sommers 2017, in dem hunderttausende Kubikmeter Geröll rasch aus Wildbachsperren zu entfernen waren.

Das Modell der Deponieflächen wurde von der Bezirkshauptmannschaft Zell am See entwickelt und als Pilotprojekt im Pinzgau 2016 gestartet.

Deponieflächen sollen Kosten nach Umweltkatastrophen reduzieren

Nach den zahlreichen Murenabgängen im Katastrophenjahr 2013 musste allein im Pinzgau etwa eine Million Kubikmeter Gesteinsmaterial aus den Schutzbauwerken der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) geräumt und verfrachtet werden. Lange Transportwege haben dabei erhebliche Kosten verursacht.

Um dieses Problem zu lösen, suchte die WLV gemeinsam mit dem Land Salzburg Ablagerungsflächen für das Murmaterial. Mit der Unterstützung der Bürgermeister, der Obleute der Schutzwassergenossenschaften und der Grundeigentümer, konnten im Pinzgau 20 Flächen gefunden werden, auf denen es möglich ist, mehrere Millionen Kubikmeter Material abzulagern und einzubauen. Alle Flächen wurden von den betroffenen Sachverständigen positiv beurteilt und einem naturschutzrechtlichen Verfahren unterzogen.

Modell der Deponieflächen auf andere Bezirke ausweiten

"In Salzburg sind jährlich durchschnittlich 300.000 Kubikmeter Murmaterial aus den Stauräumen der Schutzbauwerke zu entfernen. Aufgrund des großen Erfolges soll das Modell der Deponieflächen auf das ganze Bundesland ausgedehnt werden“, so der Sektionsleiter der Wildbach- und Lawinenverbauung Salzburg, Leonhard Krimpelstätter.

"Die WLV sucht weiterhin gemeinsam mit dem Land Salzburg und den Gemeinden nach geeigneten Flächen in den Bezirken. Es gibt bereits zahlreiche positive Rückmeldungen aus den Gemeinden. Ich bedanke mich besonders bei den Grundeigentümern, die ihre Flächen zur Verfügung stellen und damit nicht nur zur Sicherheit der Bevölkerung sondern auch zur Vermeidung von Lkw-Fahrten und zur Kostensenkung beitragen", so Landesrat Sepp Schwaiger.

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