Das war der erste Prozesstag

Mordfall "Irene P."

Das war der erste Prozesstag

Nachdem eine junge Frau im Oktober des Vorjahrs vor ihrer Wohnung in Zell am See erschossen worden war, hat es gestern am Salzburger Landesgericht den Auftakt des Prozesses gegen zwei 18-jährige Pinzgauer gegeben, denen die Tat angelastet wird. Einer soll, wie berichtet, als Schütze und einer als mutmaßlicher Tathelfer fungiert haben. – Der Familie des 20-jährigen Mordopfers Irene P., war es emotional nicht möglich, dem Prozess beizuwohnen, so der rechtliche Vertreter der Opfer-Familie, Stephan Rieder:  "Es geht darum, dass der Mord an Irene lückenlos aufgeklärt wird und das hier keine Frage offen bleibt."

Während der Verteidiger des mutmaßlichen Schützen bekannt gibt, dass sich sein Mandant schuldig erklären wird, fällt das Plädoyer des Verteidigers des mutmaßlichen Mithelfers umfassend aus. Er schildert, dass der Zweitangeklagte nichts von dem Mord gewusst hätte und daher unschuldig sei. – Nicht nur der Mord wird den Angeklagten zur Last gelegt, sondern die Staatsanwaltschaft attestiert den beiden auch „kriminelle Energie“ in einem anderen Bereich. Laut Anklage sollen die beiden den Vorsatz gehabt haben, eine Probefahrt mit dem Verkäufer eines Mercedes zu unternehmen und diesen zu erdrosseln, um letztlich selbst in den Besitz des Autos zu kommen. Ein Grab für diese Person soll schon „vorbereitet gewesen“ sein, so der Vorwurf. - Der Verteidiger des Erstangeklagten, Michael Ringl, sagt dazu, sein Fokus liege im Hinblick auf seinen Mandanten auf dem Fall „Irene P" weil "dieses Fakturm primär den Zweitangeklagten betrifft."

Was diesen weiteren Vorwurf angeht, gilt, so wie generell im Hinblick auf alle Anschuldigungen, die Unschuldsvermutung für beide Angeklagte. - Der Prozess im Mordfall „Irene P.“ wird nächste Woche, voraussichtlich an zwei Tagen, fortgesetzt.

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