115 Kardinäle eingeschlossen

Das Konklave hat begonnen

Die Türen der Sixtinischen Kapelle haben sich geschlossen – das Konklave beginnt.

Der kostbare Kosmaten-Fussboden (kunstvoll verlegter Marmor) wurde dazu abgedeckt, der Ofen an den Kamin angeschlossen. Genau genommen sind es sogar zwei: In einem werden die Stimmzettel verbrannt, in dem anderen wird der Rauch erzeugt. Chemikalien färben diesen entweder schwarz oder weiß.

Die Rauchzeichen sind während des Konklave das einzige Kommunikationsmittel mit der Welt außerhalb der Sixtina. Die Papst-Wahl ist so geheim, dass die Kardinäle sich sogar einer Leibesvisite unterziehen müssen.

Die Sixtina wurde auf Wanzen untersucht, die Fenster verdunkelt, der Empfang der Mobiltelefone wird mit Störsendern unterbunden. Wer trotzdem Kontakt mit draußen aufnimmt, dem droht die Exkommunikation.

Zunächst legte jeder der 115 Kardinäle einen Eid ab. An den Längsseiten der Kapelle stehen Tische und Stühle, auf denen die Papstmacher anschließend Platz nehmen.

Danach folgt der erste (und an diesem Tag einzige) Wahlgang.

Jeder Kardinal schreibt in neutraler Schrift unter die vorgedruckten Worte „Eligo in Summum Pontificem” (Ich wähle zum höchsten Pontifex) den Namen seines Kandidaten, faltet den Stimmzettel zwei Mal und trägt ihn mit erhobener Hand zur Urne, die vor dem Altar steht, unter Michelangelos Fresko des Jüngsten Gerichts (entstanden 1534 bis 1541).

Drei Wahlhelfer lesen nach dem Ende der Wahlhandlung jede Stimme einzeln, der dritte von ihnen spricht den Namen laut aus und trägt ihn in eine Liste ein.

Der neue Papst muss über zwei Drittel der abgegebenen Stimmen verfügen, konkret sind das diesmal mindestens 77 Stimmen.

Die Wahlzettel werden nach der Auszählung der Stimmen mit einer Nadel an der Stelle des Wortes „Eligo” gelocht und auf einen Bindfaden aufgezogen. Dessen beide Enden werden nach Ablauf des Wahlvorgangs zusammengebunden und samt Wahlzetteln in einem Ofen verbrannt.

Weißer beziehungsweise schwarzer Rauch zeigt an, ob die Kardinäle sich bei ihrem Votum auf einen Papst einigen konnten oder nicht. Am Wochenende wurde auf dem Dach der Sixtina eigens ein Schornstein errichtet, durch den der Rauch abzieht.

Sobald die Wahl erfolgt ist, zieht sich der neue Papst in den drei mal drei Meter großen sogenannten Raum der Tränen zurück. Dort kann er seinen Gefühlen noch ein letztes Mal freien Lauf lassen.

Wird der nächste Papst Small, Medium oder Large tragen? Der päpstliche Schneider Gammarelli hat drei weiße Baumwoll-Soutanen genäht – das Gewand ist gleich, die Größen unterschiedlich.

Je nach Leibesfülle des neuen Pontifex wird die passende Soutane gewählt. Der Mozetta-Umhang aus rotem Samt und die weiße Kopfbedeckung jedoch haben Einheitsgrösse.

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