Durch einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" wird bekannt, dass in der Wohnung des 80-jährigen Münchners Cornelius Gurlitt etwa 1.500 Gemälde von Meistern der klassischen Moderne entdeckt und beschlagnahmt wurden - darunter Werke von Pablo Picasso, Henri Matisse, Marc Chagall, Emil Nolde, Franz Marc, Max Beckmann oder Max Liebermann. In der Folge werden immer mehr Details bekannt. So war die Beschlagnahme bereits im Februar 2012 erfolgt, auch in Salzburg besitzt Gurlitt ein Haus. Schließlich wird der zunächst kolportierte "Milliardenwert" der Kunstfundes immer mehr reduzieret, gleichzeitig wächst die Kritik an den Behörden. Der größte Teil dürfte sich rechtmäßig im Besitz des alten Mannes befinden, eine Rückgabe möglicher "Raubkunst" scheint gesetzlich überaus schwierig.

Umstrittener Kunstsammler gestorben

Cornelius Gurlitt mit 81 Jahren verstorben

Der Kunstsammler Cornelius Gurlitt ist tot. Er starb am Dienstag, am späten Vormittag im Alter von 81 Jahren, wie sein Sprecher Stephan Holzinger der dpa bestätigte.

Gurlitt, der Sohn des NS-nahen Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt, war seit Monaten schwer krank. Bekannt wurde er durch den umfangreichen Fund einer Kunstsammlung in seiner Münchner Wohnung im Februar 2012.

Die Staatsanwaltschaft hatte dort eine unschätzbare Sammlung gefunden und beschlagnahmt. Dazu zählten Werke von Picasso, Chagall, Matisse, Beckmann und Nolde. Auch im Salzburger Haus von Gurlitt wurden Kunstwerke gefunden. Noch Anfang April hatte der unter Betreuung stehende Gurlitt der deutschen Bundesregierung und dem Freistaat Bayern vertraglich zugesichert, seine Sammlung von Experten untersuchen zu lassen und unter Nazi-Raubkunstverdacht stehende Werke gegebenenfalls zurückzugeben. Daraufhin hob die Staatsanwaltschaft Augsburg die Beschlagnahme der Kunstwerke auf.