10. März 2013 12:14
Quotenhit
Cool, cooler, Til Schweiger
Schimanski reloaded: Der Kinostar im "Tatort". Ein Quotenhit.
Cool, cooler, Til Schweiger
© oe24

Alles ist anders: härter, teurer, spektakulärer und vor allem voller Testosteron. Bubenkino vom Allerfeinsten mit Schmachtsequenzen für die Mädchen, adaptiert für den Sonntaghauptabend. Laut Regisseur Christian Alvart eine Art „Lethal Weapon an der Waterkant“. Und so ballert sich Til Schweiger als Nick Tschiller durch den 90-Minüter. Die Botschaft ist klar definiert: Hier lässt es einer lieber knallen, als er quatscht. Und das ist gut so. Dass der Tatort ein Quoten-Hit wird, ist sicher. Es ist Eventfernsehen im besten Sinne.

Til Schweiger braucht den Tatort nicht und dieTatort-Reihe braucht Til Schweiger nicht. Diese Erkenntnis hat klar Gelassenheit in den Film gebracht.

Darum geht’s
Til Schweiger ist Nick Tschiller, der Neue beim LKA Hamburg. Vorher war er beim SEK Frankfurt, und von dort hat er eine brutale Entschlossenheit und das passende Werkzeug mitgebracht, um Kriminellen das Handwerk zu legen. Vor allem Kriminellen wie dem mächtigen Astan-Clan, mit dem die Polizei einen Kiez-Frieden geschlossen hat, sodass die Astans in aller Ruhe Hamburgs männliche Oberschicht mit frischen Mädchen aus dem Ostblock versorgen können. Zu Beginn steht Tschiller in einer Wohnung, in der die Mädchen versteckt werden, und gibt ihnen ein Telefon, mit dem sie ihn rufen können. „Und wenn die uns totschlagen?“, fragt eine. „Dann schlag ich sie tot.“ So cool ist sonst nur Bruce Willis.

Dann wird Tschiller von Zuhältern überrascht und von Tereza, einem der Mädchen, verraten. Zu diesem Zeitpunkt sind zwei Minuten Tatort vergangen. Nach drei Minuten gibt es die erste Schießerei, nach zehn sind drei Mitglieder des Clans tot und Tschiller wird seine Notwehr der Staatsanwältin (die Wienerin Edita Malovcic) gegenüber rechtfertigen müssen, der zwar Tschillers Hintern gefällt, nicht aber, dass er gleich mehrere tödliche Schüsse auf seine Gegner abgefeuert hat.

Pro Jahr ein Tatort
Und so schießt sich Schweiger weiter durch den Sonntaghauptabend. Jedes Jahr wird er nun einen Tatort abdrehen. „Wenn es zur Regelmäßigkeit wird, eine nette Altersvorsorge“, wie er salopp im Interview sagt …

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