Eishockey:

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Capitals legten in Halbfinal-Serie mit 6:2 einen raumstart hin

Die Vienna Capitals sind am Dienstagabend furios ins Halbfinale der Erste Bank Eishockey Liga gestartet. Die Wiener ließen Red Bull Salzburg in Spiel eins der "best-of-seven"-Serie nur wenig Chancen, siegten vor 4.950 Zuschauern in der Albert-Schultz-Halle verdient mit 6:2 (3:0,2:2,1:0). Ebenfalls erfolgreich startete Meister Black Wings Linz in die Vorschlussrunde, mit einem erst in der Schlussphase fixierten 3:1-(1:0,0:1,2:0)-Heimsieg gegen den KAC. Die zweiten Spiele folgen am Freitag.

Markus Schlacher (2.), Justin Keller mit einem Doppelpack (3., 24.), Rafael Rotter (12.), Tony Romano (30.) und Philipp Pinter (59.) sorgten für klare Verhältnisse zugunsten der "Caps". Die Truppe von Coach Tommy Samuelsson präsentierte sich in guter Form und hat damit beste Chancen, den "Halbfinalfluch" im Duell mit den Salzburgern zu beenden. 2006, 2007, 2008, 2009 und 2011 waren die Salzburger jeweils mit einem Sieg gegen die "Caps" ins Finale eingezogen.

Die Wiener hatten drei Tage mehr Zeit, sich auf die Partie vorzubereiten, präsentierten sich dementsprechend frischer und verzeichneten einen Traumstart. Schlacher staubte nach einem kurz abgewehrten Fraser-Schuss schon nach 1:16 Minuten zum 1:0 ab. Nur 47 Sekunden später zog Keller alleine auf das Salzburg-Tor zu und vollendete souverän (3.). Die "Bullen" kamen in der Folge etwas besser ins Spiel, die Wiener waren allerdings effektiver. Jamie Fraser und Adrian Veideman trafen zwar nur die Stange, dafür erhöhte Rotter auf 3:0 (12.).

Im zweiten Abschnitt erlebten die Salzburger fast ein Deja-vu, diesmal dauerte es 3:11 Minuten bis die Wiener trafen. Die Gäste brachten den Puck nicht weg, und Keller überraschte Salzburg-Goalie Bernd Brückler mit einem platzierten Schuss (24.). Auch beim 5:0 sah Brückler nicht gut aus, wurde er doch von Romano mit einem Schuss ins kurze Eck überlistet (30.).

Die Partie schien entschieden, die bemühten Salzburger gaben allerdings nicht auf. Nach Schremp-Querpass vollendete Thomas Raffl (34.). Es war der erste Gegentreffer für Wien-Goalie Matthew Zaba, der zuletzt in den letzten Viertelfinalpartien beim 7:0 und 4:0 gegen Znojmo ein "shutout" gefeiert hatte, nach fast 154 Minuten. Zudem sorgte Dominique Heinrich mit einem Schuss ins Kreuzeck für das 2:5 (40.).

Im Schlussabschnitt konnten die "Bullen" nicht mehr entscheidend zusetzen, der Grunddurchgangssieger verwaltete die Führung mit Erfolg und schaffte durch Pinter auch noch das 6:2 (59.). Die Wiener gewannen damit auch das dritte Saisonheimspiel gegen die Salzburger. Die beiden bisherigen Duelle in Salzburg gingen allerdings an die "Bullen", und in der Mozartstadt wird die Serie auch am Freitag fortgesetzt.

In Linz kündigte sich im Duell der beiden Vorjahresfinalisten nach Toren von Rob Hisey (15.) sowie Florian Iberer (35.) eine Verlängerung an. Mike Ouellette (59.) und Fabian Scholz (60./EN) sorgten aber noch für ein Happy-End für die Black Wings nach regulärer Spielzeit.

Nach einer eher verhaltenen Auftaktviertelstunde mit Vorteilen für den KAC brachte Hisey mit seinem dritten Play-off-Treffer den Meister in Führung (15.), wobei erst ein Videobeweis die endgültige Torentscheidung nach sich zog. Im zweiten Drittel begannen die "Rotjacken" aus Kärnten enorm druckvoll, scheiterten aber wiederholt am prächtig aufgelegten EHC-Goalie David Leneveau. Gegen ein mustergültig abgeschlossenes Solo von Verteidiger Iberer war jedoch auch der 29-jährige Rückhalt der Stahlstädter machtlos (35.).

Das erste Ausrufezeichen im Schlussdrittel setzte der Linzer Youngster Kevin Macierzynski, der die Außenstange traf (43.), ehe das brisante Duell zwischen dem Titelverteidiger und dem Vorjahres-Vizemeister hin und her wogte. Als schon alles auf die Overtime hindeutete, zog Ouelette beherzt vor das Tor und krönte seine feine Einzelleistung mit dem 2:1 (59.). Nachdem die Gäste den Goalie vom Eis nahmen und alles riskierten, machte Scholz endgültig den Sack zu.

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