Campingplatz

Sommer 2021

Campingurlaub war gut gebucht

Zahl der Übernachtungen stieg heuer in den Monaten Juli und August um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf über 3,9 Millionen - 2020 gab es einen Rückgang

Die Camping-Buchungen in Österreich haben sich heuer im zweiten Corona-Sommer wieder belebt. Die Zahl der Übernachtungen legte im Juli und im August gegenüber dem Sommer 2020 um 1,7 Prozent auf über 3,9 Millionen Übernachtungen zu, wie das Internetportal camping.info unter Verweis auf die entsprechenden Daten der Statistik Austria am Mittwoch mitteilte.

"Das schon im Sommer 2020 sehr hohe Niveau konnte dieses Jahr gehalten und sogar noch gesteigert werden", sagte der Geschäftsführer des Reise- und Buchungsportals, Maximilian Möhrle, am Mittwoch zur APA. Gerade in der Hauptsaison seien die gefragtesten Campingplätze schon sehr früh ausgebucht.

Im Berichtszeitraum des Vorjahres waren die Buchungen allerdings um 1,6 Prozent etwas zurückgegangen. Das war vor allem dem Ausbleiben der ausländischen Urlauber geschuldet. Im Juli und August 2020 sanken die Buchungen durch Touristen aus dem Ausland infolge der Reisebeschränkungen und Quarantänevorgaben um 15,4 Prozent auf rund 2,54 Millionen. Das konnte auch der massive Buchungszuwachs der Inländer von 42,5 Prozent auf 1,34 Millionen nicht ganz wettmachen.

Dank Corona-Impfung und weniger strikten Reisebestimmungen kamen heuer im Juli und im August wieder mehr Gäste aus dem Ausland zum Campen, gleichzeitig reisten aber wieder deutlich mehr Inländer in die Nachbarländer zum Zelteln. Die Buchungen der Camper aus dem Ausland nahmen in den beiden Berichtsmonaten um 9 Prozent auf fast 2,8 Millionen zu. Parallel dazu sanken die Übernachtungen der Inländer um 13 Prozent auf nicht ganz 1,2 Millionen.

Die Nachfrage auf den Campingplätzen entwickelte sich heuer im Sommer je nach Bundesland höchst unterschiedlich - einige hatten starke Zuwächse, andere jedoch Rückgänge. Die meisten Übernachtungen im Zelt oder Wohnmobil zählte in den beiden Berichtsmonaten Kärnten (1,59 Millionen) - das war ein Plus von 3,75 Prozent. Mit großem Abstand dahinter folgten Tirol mit fast 896.000 Nächtigungen, aber einem Rückgang von 2,7 Prozent, Salzburg mit fast 375.000 Nächtigungen (plus 0,7 Prozent) und die Steiermark mit rund 364.000 Nächtigungen (plus 29,9 Prozent).

Rückläufig waren die Camping-Buchungen heuer im Sommer zudem in Oberösterreich mit rund 211.300 Übernachtungen (minus 6,3 Prozent), Vorarlberg mit 183.609 Nächtigungen (minus knapp 10 Prozent), im Burgenland mit rund 183.000 Übernachtungen (minus 4,3 Prozent) und in Niederösterreich mit fast 117.900 Übernachtungen (minus 8,7 Prozent). Am wenigsten Campingurlauber gab es Wien, wo nur etwa 21.200 Nächte gebucht wurden - ein Plus von 3,6 Prozent gegenüber dem ersten Corona-Sommer 2020.

Im Gesamtjahr 2020 war die Zahl der Übernachtungen auf Österreichs Campingplätzen gegenüber dem Jahr davor um fast 16 Prozent auf rund 6 Millionen Nächtigungen eingebrochen. In den Jahren davor hatte es seit 2015 kontinuierlich kräftige Steigerungen gegeben - 2019 hatte es 7,14 Millionen Buchungen gegeben.

Das auf Campingurlaube spezialisierte Portal www.camping.info mit Sitz in Berlin hat laut Eigenangaben in 44 Ländern Europas 23.000 eingetragene Campingplätze - davon 322 in Österreich - im Angebot und zählt jährlich mehr als 35 Millionen Seitenaufrufe.