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Bundesliga Trainer glauben an WM-Teilnahme

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Coaches hoffen zudem auf Europacup-Erfolge von Salzburg, Rapid und LASK

Die zwölf Coaches der österreichischen Fußball-Bundesligisten trauen dem Nationalteam die Teilnahme an der WM 2022 durchaus zu. In der APA-Trainerumfrage zeigten sie sich optimistisch, dass die Truppe von Franco Foda im Play-off am 24. März einen Auswärtssieg gegen Wales landet und fünf Tage später im Wiener Happel-Stadion auch den Sieger aus Schottland gegen die Ukraine bezwingt. Außerdem glauben die Trainer an ein gutes Abschneiden des im Europacup verbliebenen ÖFB-Trios.

Internationale Erfolge von Red Bull Salzburg (im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Bayern), Rapid (im Conference-League-Sechzehntelfinale gegen Vitesse Arnheim) und dem LASK (Gegner im Conference-League-Achtelfinale steht noch nicht fest) wären wichtig für die Reputation des heimischen Fußballs - ebenso wie ein Startplatz bei der Endrunde in Katar. "Ganz Österreich hofft darauf, ich als Trainer natürlich auch. Es würde den Stellenwert des österreichischen Fußballs weiter erhöhen. Ich wünsche dem Nationalteam viel Glück und bin von der Qualität überzeugt", sagte Hartberg-Coach Kurt Russ.

Sturm-Graz-Betreuer Christian Ilzer meinte, eine WM-Teilnahme wäre "ein Traum. Da müsste aber sehr viel zusammen passen, die Schlüsselspieler müssen alle topfit und in Form sein - es wird schwer, aber es ist realistisch. Meine Daumen sind gedrückt."

Austria Klagenfurts Peter Pacult sieht nach eigenen Angaben eine "große Chance" auf das WM-Ticket. "Die Qualität im Kader ist groß genug." Ähnlich äußerte sich Austria-Trainer Manfred Schmid. "Wenn der österreichische Kader komplett ist und alle Spieler fit sind, haben wir eine große Chance, weiterzukommen - davon bin ich überzeugt. Österreich hat viele Spieler mit großer Qualität, die regelmäßig im Ausland ihre Leistung abrufen", erklärte der 50-Jährige.

Admira-Betreuer Andreas Herzog hat ebenfalls ein gutes Gefühl. "Das Match in Wales wird schwer, aber es ist nicht unlösbar. Wir hätten ja auch Italien oder Portugal zugelost bekommen können, dann wäre es eine andere Geschichte gewesen. Wenn wir das Auswärtsmatch in Wales positiv gestalten, sind wir im Heimspiel klarer Favorit." Andreas Wieland wünscht sich von der ÖFB-Auswahl Leistungen wie im vergangenen Sommer. "Wenn das Team das Gesicht der EURO 2020 zeigt, wird sich Österreich qualifizieren", prophezeite der 38-Jährige.

Robin Dutt (WAC), Robert Ibertsberger (Ried) und Thomas Silberberger (WSG Tirol) antworteten auf die Frage nach Österreichs möglicher WM-Teilnahme mit einem lapidaren "Ja" - so wie auch Rapids Ferdinand Feldhofer, der noch hinzufügte: "Weil die Jungs wissen, worum es geht und alle dabei sein wollen."

Auch die beiden nicht-österreichischen Liga-Trainer hoffen auf zwei ÖFB-Siege Ende März. "Österreich zieht nach und wird uns Schweizer zur Weltmeisterschaft begleiten", prognostizierte Altachs Ludovic Magnin, und Salzburgs Matthias Jaissle sagte: "Da drücke ich dem österreichischen Team fest die Daumen. Die Voraussetzungen, damit meine ich die Auslosung und auch die Qualität der Mannschaft, sind durchaus gut."

Vor dem WM-Play-off stehen noch die Europacup-Auftritte von Salzburg, Rapid und dem LASK auf dem Programm. Ilzer hält Salzburg gegen die Bayern nicht für chancenlos und sieht bei Rapid und dem LASK genügend Qualität, um zumindest eine Runde zu überstehen. Für Pacult sind die "Bullen" Außenseiter, bei den Hütteldorfern und Linzern stünden die Chancen 50:50. Ibertsberger und Magnin trauen allen drei Vereinen den Aufstieg zu, Schmid eher nur Rapid und dem LASK. "Salzburg ist klarer Außenseiter, aber immer für eine Überraschung gut", erklärte der Austria-Trainer.

Russ wünschte dem Trio im Sinne des österreichischen Fußball alles Gute und Dutt meinte lediglich: "Sie werden ihren Gegnern alles abverlangen." Weitaus konkreter äußerte sich Silberberger. "Salzburg scheidet gegen Bayern aus. Der LASK kommt ins Viertelfinale, Rapid schaltet Vitesse aus", vermutete der Tiroler. Laut Herzog wartet auf Salzburg eine "Herkules-Aufgabe", auch Rapid und der LASK müssten über sich hinauswachsen. "Als Patriot hoffe ich, dass sie weiterkommen."

Die Trainer der Europacup-Starter zeigten sich zurückhaltend. Feldhofer hofft darauf, dass alle drei Clubs noch viele Punkte für die UEFA-Fünfjahreswertung sammeln werden, Wieland wies darauf hin, dass der LASK seinen Gegner noch nicht kennt, und Jaissle sagte: "Wie weit es jetzt noch gehen kann, ist schwierig zu sagen, weil es bei diesen K.-o.-Spielen auch stark um die Tagesform geht. Wir spielen im Achtelfinale der Champions League gegen einen der besten Clubs in Europa, das ist schon eine enorme Aufgabe für uns, auf die wir uns aber sehr freuen."

Quelle: APA