Bullen wollen ersten Saisonsieg

Eishockey

Bullen wollen ersten Saisonsieg

Es ist zum Verzweifeln. Seit dem überragenden Auftritt im bislang letzten Spiel der Champions Hockey League – am 8. September schlugen die Red Bulls den schwedischen Meister Växjö Lakers zuhause mit 4:3 – ist den Salzburgern in der Erste Bank Eishockey Liga kein Sieg mehr gelungen. Nach drei Niederlagen gegen Klagenfurt, Bozen und Linz haben die Salzburger am letzten Dienstag aber zumindest wieder viele Tore geschossen, auch wenn das am Ende nur zu einem Punkt in Innsbruck gereicht hat. 

Interims-Kapitän Thomas Raffl ist der Ernst der Lage sehr bewusst. „Natürlich denkt man darüber nach. Aber wir waren schon oft in ähnlichen Situationen und wollen mit erhobenem Kopf spielen. Wir wissen, dass wir eine Mannschaft haben, mit der man Spiele gewinnen kann. Wir müssen das jetzt endlich auf dem Eis umsetzen und ich denke, wenn wir erstmal ein Spiel gewinnen, kommt das Rad wieder zum Laufen.“

Trotz des schlechten Saisonstarts blickt der 32-jährige Stürmer zuversichtlich nach vorn: „Zuletzt sind im Zuge des neuen Spielsystems einfach Fehler passiert, in deren Folge wir phasenweise zerfallen sind und dem Gegner defensiv zu viel Raum gegeben haben. Das hat zu Gegentoren geführt und vorn in der Offensive fehlt dann natürlich auch das Selbstvertrauen. Aber gegen Innsbruck haben wir wieder gezeigt, dass wir nach wie vor Tore schießen können und am Sonntag gegen Fehérvár wollen wir ein komplettes Spiel von Anfang bis Ende durchspielen.“

Angesprochen auf die erfolgreichen CHL-Spiele meint Raffl: „Da haben wir schon gezeigt, dass wir als Mannschaft sehr gut auftreten können. Vielleicht haben in der Liga nicht alle Mannschaften das Kaliber wie Växjö, aber gerade deswegen müssen wir mit mehr Respekt gegenüber den Liga-Teams aufs Eis gehen.“ 

Die Ungarn haben einen guten Start in die EBEL-Saison hingelegt und halten nach vier Spielen mit drei Siegen und einer Niederlage auf dem fünften Tabellenplatz. Womit Fehérvár AV19 auch den Umbruch im Kader mit acht neuen Spielern, aber 14 Abgängen, gut verkraftet haben dürfte. U.a. sind Routiniers wie István Sofron und Andrew Sarauer, die früher schon in Székesfehérvár die Zügel in der Hand gehalten haben, zurückgekehrt. Auch der 38-jährige Weltenbummler Ryan Glenn, der schon in der Saison 2012/13 in Salzburg gespielt hat, gibt seine Erfahrungen nun in Ungarn weiter. 

Großen Anteil an der aktuell erfolgreichen Performance hat aber auch Trainerfuchs Hannu Järvenpää, der die Ungarn im Dezember letzten Jahres übernommen, dann aber zunächst noch das Playoff verpasst hat. Der 55-jährige Finne weiß jedenfalls, wie die Liga ‚tickt‘, nachdem er davor schon drei Jahre in Ljubljana und vier Jahre in Villach das Trainerzepter geschwungen hat.

Die Red Bulls müssen heute wieder ohne die Rekonvaleszenten Michael Schiechl, Matthias Trattnig, Raphael Herburger und Alexander Cijan auskommen. Los geht es um 16:00 Uhr und im Rahmen des Family Days freuen sich die Red Bulls auf besonders viele Familien, die einen tollen Spartarif in Anspruch nehmen können. 

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