Biden neuer US-Präsident: Trump tobt und geht golfen

Er will Wahl nicht anerkennen

Biden neuer US-Präsident: Trump tobt und geht golfen

US-Präsident Donald Trump will den Wahlsieg seines demokratischen Herausforderers Joe Biden bei der Präsidentenwahl in den USA nicht anerkennen. "Die einfache Tatsache ist, dass diese Wahl noch lange nicht vorbei ist", teilte Trump am Samstag mit. Zuvor hatten US-Medien Biden übereinstimmend als Sieger der Präsidentenwahl ausgerufen.

Doch anstatt sich im Weißen Haus mit Anwälten zu beraten, macht Trump auch in diesen für ihn so schweren Stunden das, was er am liebsten macht: Golf spielen. Fotos zeigen den Noch-Präsidenten in seinem "Trump National Golf Club" in Sterling in Virginia - rund 40 Minuten vom Weißen Haus entfernt. Am Ufer des Flusses Potomac schlug er ein paar Bälle. Vielleicht wird ihm hier aber bereits klar, dass seine Pläne die Wahl anzufechten, höchstwahrscheinlich ins leere führen würden.

Falls Bidens Wahlsieg an einem knappen Ergebnis in einem Bundesstaat hinge, oder an zwei Staaten, gäbe es für Trump womöglich noch eine Chance. Ein Urteil zu seinen Gunsten zur Zulassung mancher Stimmen oder zur Rechtmäßigkeit von Fristen und Vorgehensweisen der Stimmabgabe könnte das Ergebnis in einem sehr knappen Bundesstaat wie zum Beispiel Georgia theoretisch noch kippen. Gleiches gilt für eine mancherorts geforderte Neuauszählung der Stimmen.

Im Rennen, sich die nötige Mehrheit von 270 Wahlleuten zu sichern, liegt Biden inzwischen aber so weit vor Trump, dass ein oder zwei erfolgreiche Klagen wohl nichts mehr ausmachen dürften. Falls Biden wegen eines Urteils oder einer Neuauszählung wider Erwarten doch noch einen Staat verlieren sollte, hätte er nach dem bisherigen Stand der Auszählung immer noch einen ausreichenden Vorsprung vor Trump. Prognosen zufolge dürfte er sich letztlich rund 300 Stimmen sichern.
 

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