Betrüger erst nach sieben Jahren aufgeflogen

Skrupelloser Betrug

Betrüger erst nach sieben Jahren aufgeflogen

Familie um ihre Wohnung gebracht

Der Tiroler hat sich als Werksvertreter für einen deutschen Fertigteilhaus-Produzenten ausgegeben. Er mietete sich ein Musterhaus in Eugendorf und gestaltete dieses mit Fahnen und Tafeln des deutschen Fertigteilhausproduzenten. Durch die Gestaltung entstand für die Kunden der Eindruck, dass diese mit einem Vertreter der Firma gesprochen haben. Und tatsächlich hat eine Familie aus Wals im Musterhauspark einen Vertrag mit dem 53-Jährigen über die Errichtung eines Einfamilienhauses abgeschlossen. Die Familie leistete Anzahlungen in der Höhe von 113.500 Euro an den Tiroler. Der 53-Jährige legte der Familie gefälschte Baustellenfotos vor. Das Einfamilienhaus wurde bis heute aber nicht gebaut. Zur Finanzierung des Hauses hat die Familie aus Wals ihre Wohnung weiterverkauft.

Der Tiroler beauftragte auch eine Architektenfirma mit Planungsarbeiten für den Bau des Hauses der Familie und eines weiteren Bauprojekts in Tirol. Die Rechnungen dafür hat er natürlich nie bezahlt.

In der Scheinfirma angestellt

Doch damit nicht genug. Der Tiroler hat eine 63-Jährige in seiner Scheinfirma angestellt, die sich einen Kredit zur Finanzierung der Firma aufgenommen hat. Ein Gehalt hat sie aber nie gesehen. Für die 63-Jährige entstand hingegen ein Schaden von 417.000 Euro. Ihre Wohnung musste versteigert werden, nachdem sie Pleite war und ihre Schulden nicht begleichen konnte. Auch zwei Hotelier hat er betrogen und einen Schaden 220.000 Euro durch Vorauszahlungen verursacht.

Der 53-Jährige befindet sich in der Justizanstalt Graz Jakomini. Polizisten aus Eugendorf und der Einsatzgruppe für Straßenkriminalität nahmen den Tiroler am 26. Mai 2015 in Kitzbühel fest.
 

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