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Besserer Lawinenwarndienst für Salzburg

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Erweiterte Kooperation mit der ZAMG / Vorsorge und noch mehr Sicherheit im nächsten Winter

„Wie wird das Wetter morgen?“ Diese Frage stellt sich jeder von uns. Besonders wichtig ist die Antwort, wenn man in den Bergen unterwegs ist. „Speziell in der kalten Jahreszeit geht für Wintersportler nichts ohne die Information des Lawinenwarndienstes. Durch den neuen Kooperationsvertrag zwischen dem Land und der ZAMG wird dieser weiter ausgebaut. So sind wir für die kommenden Jahrzehnte - auch als Winter-Tourismusland - sehr gut aufgestellt“, sagt Landeshauptmann Wilfried Haslauer anlässlich der heutigen Vertragsunterzeichnung im Chiemseehof.

Seit den 1960er Jahren wird der Lawinenwarndienst für Salzburg von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mittels Werkvertrag gemacht. „Das hat sich in der Vergangenheit auch bewährt, aber die Anforderungen für den Dienst steigen. Es geht dabei nicht nur um die Sicherheit in den Bergen, sondern auch um jene auf den Verkehrswegen, sei es auf Straßen oder Bahnstecken“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Kooperation wird verstärkt

„Wir haben im Bereich der Meteorologie oder Hochwasserwarnungen – auch für das Seengebiet - schon seit den 1960er Jahren eine langjährige Partnerschaft. Diese intensive Kooperation können wir nun verstärken und auf neue Beine stellen“, sagt der Leiter der ZAMG Andreas Schaffhauser.

Umfassendes Paket

Durch den Kooperationsvertrag kann die ZAMG zusätzliches Personal einstellen. „Daneben wurde vereinbart, dass wir ein umfassendes Dokumentations- und Qualitätsmanagement durchführen, permanente Arbeit im Gelände gewährleisten sowie das Schulungsangebot für die Lawinenkommissionen erweitern. Ebenfalls wird der Einsatz und die Entwicklung von Schneedeckenmodellen forciert, Stations- und Geländebeobachter fortlaufend trainiert und die Weiterentwicklung der Produkte für Lawinenwarnkommissionen und Wintersportler vorangetrieben“, erklärt Bernhard Niederhauser von der ZAMG.

Mehr Sicherheit im Winter

Mit Stand Jänner 2022 gibt es im Bundesland 93 Lawinenwarnkommissionen mit rund 900 Mitgliedern. „Diese arbeiten de facto alle ehrenamtlich und sorgen für Sicherheit in der kalten Jahreszeit. Jetzt werden sich noch mehr Menschen professionell mit Schneelagen oder winterlichen Gefahrensituationen auseinandersetzen. Davon profitieren alle. Sei es die Bevölkerung im Tal oder den Sportler am Berg“, sagt der Landeshauptmann.

Von der Freizeit bis zur Extremlage

Die enge Zusammenarbeit mit den Experten der ZAMG schätzt auch Markus Kurcz, Leiter des Katastrophenschutzes in Salzburg. „Die fachliche Serviceleistung umfasst viele Lebensbereiche, vom Freizeitvergnügen wie Skitouren über die Gefahreneinschätzung für Straßenverbindungen bis hin zu extremen Lagen wie beim Schneeereignis im Jänner 2019. Es geht unter dem Strich immer um die Sicherheit der Bevölkerung – und da sind die Kollegen der ZAMG unverzichtbare Partner“, betont Kurcz.

Lawineninfo immer dabei

Die Berichte und zahlreiche weitere Infos zur Lawinensituation sind im Winter nicht nur auf www.lawine.salzburg.at zu finden, für unterwegs sind sie auch in der Land Salzburg App auf den ersten Blick mit dabei. Diese Informationen sind essenziell für die Tourenplanung, die laut Experten im Winter oft zu kurz kommt.

Quelle: Land Salzburg