13. April 2017 15:07
Kleppern
Besonderer Osterbrauch in Thalgau
Am Karfreitag und Karsamstag gibt es eine Tradition, um die Kirchenglocken zu ersetzen.
Besonderer Osterbrauch in Thalgau
© oe24

Weil man ja sagt, dass die Kirchenglocken am Karfreitag nach Rom fliegen, wird in vielen Salzburger Gemeinden das Läuten durch Ratschen ersetzt. In Thalgau gibt es aber eine andere Tradition. Anstelle von Ratschen gibt es hier das Kleppern.

Eine Klepper ist eine Art Instrument, das aus einem Holzbrett besteht. Kleine hölzerne Hämmer sind darauf befestigt. Diese hält man dann am Henkel und schwingt sie von oben nach unten, dadurch entsteht dann ein Klapper-Geräusch, weil die Hämmer auf das Brett prallen.

Die große Klepper gibt den Takt vor. Meistens hat sie der Oberministrant in der Hand, er führt dann die Schlange an. Die Ministranten mit den kleineren Kleppern folgen dann.

Große Klepper gibt das Kommando

Das Ganze hat auch einen bestimmten Ablauf. Derjenige, der die große Klepper hat, gibt meistens das Kommando, dann steigen die Anderen im Takt ein. Am Anfang ist das Geräusch, das dabei entsteht, noch leiser, jedoch wird es fortlaufend immer lauter. Wenn die Schlange besonders lang ist, haben die Kinder, die hinten gehen, oft Schwierigkeiten, dem Takt zu folgen, weil sie dort die große Klepper nicht so gut hören können.

Bis zu 50 Ministranten und Ministrantinnen im Alter zwischen acht und 15 Jahren ziehen dann durch den Ort. Sie machen das Ganze freiwillig, um die Leute zu erinnern, wie spät es ist und absolvieren auch viele Proben.

Als Dank bekommen die Ministranten dann ein leckeres Frühstück.