31. Oktober 2017 08:48
Wintersport
Besondere Ehre für ÖSV-Star Hirscher
Besondere Ehre für ÖSV-Star Hirscher
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Marcel Hirscher erhält von der Vereinigung der Nationalen Olympischen Komitees (ANOC) die Auszeichnung als Europas Sportler des Jahres 2017. Die Ehrung des Salzburgers findet am Donnerstagabend in Rahmen der ANOC-Awards in Prag statt. Gleichzeitig ist in Wien die Auszeichnung des österreichischen Sportlers des Jahres anberaumt, bei der Hirscher unter den fünf Finalisten steht.

Der Gesamtweltcupsieger und Doppelweltmeister der abgelaufenen Saison gibt dem Termin in Prag den Vorzug und wird deshalb in Wien fehlen. Die ANOC-Auszeichnungen werden seit 2014 vergeben. Ausgewählt werden die Sieger aus einer Shortlist, die die Kontinental-Olympiaverbände einer Jury vorlegen.

"Dieser Award hat einen ganz besonderen Stellenwert für mich. Wenn man schaut, wer sonst noch nominiert war und wer in den letzten Jahren gewonnen hat, ist das eine besondere Ehre für mich und eine zusätzliche Motivation für meine Rückkehr in den Ski-Weltcup", sagte Hirscher, der sich gegen europäische Sportgrößen wie Roger Federer, Mo Farah und Martin Fourcade durchsetzte.

"Hirscher hat Phänomenales geleistet"

ÖOC-Präsident Karl Stoss bezeichnete Hirscher als österreichischen Ausnahmesportler. "Er hat in der letzten Saison wieder Phänomenales geleistet. Ich bin überzeugt, dass es nicht sein letzter internationaler Award sein wird", sagte der Chef des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC).

Bei der heimischen Wahl der Sportjournalisten-Vereinigung Sports Media Austria steht Hirscher neben Stefan Kraft, Dominic Thiem, Jakob Pöltl und Mensur Suljovic unter den besten Fünf.

Erhält der sechsfache Weltcupgesamtsieger die Auszeichnung im Rahmen der Lotterien Sporthilfe-Gala, zieht er als vierfacher Gewinner mit Rekordmann Hermann Maier gleich.

Levi Start ungewiss

Wie geht es Marcel Hirscher wirklich? Die Antwort liefert sein Pressebetreuer Stefan Illek: "Schlecht. Er hat große Schmerzen. Wir können nur von Tag zu Tag denken. Ein Skifahren ist momentan nicht möglich."

Heißt: Jetzt wackelt auch sein erhoffter Start beim Slalom am 12. November in Levi (FIN). Der sechsfache Gesamtweltcup-Sieger wollte dort sein Comeback nach dem Bruch im linken Außenknöchel geben. Daran ist zurzeit aber nicht zu denken.

Unser Ski-Held kann sich aufgrund der Schmerzen keine Skischuhe anziehen und schon gar nicht Skier anschnallen. "Wir hoffen natürlich, dass er fit wird und in Levi an den Start gehen kann. Es macht aber nur Sinn, wenn er voll fit ist. Sonst wäre es zu gefährlich", so ÖSV-Slalomtrainer Marko Pfeifer.

Prognosen zu einem möglichen Hirscher-Comeback traut sich auch Herren-Cheftrainer Andreas Puelacher nicht abgeben: "Er muss schauen, wie es ihm im Skischuh geht. Ich traue es mir derzeit echt nicht zu sagen, wann Marcel wieder zurückkommt."