Berufungsverhandlung in Salzburg

Nach Unfall im Pinzgau

Berufungsverhandlung in Salzburg

Die Frau, welche wegen eines Verkehrsunfalls im Pinzgau mit zwei Toten, darunter ihr einjähriger Sohn, zu einer bedingten Haftstrafe von sieben Monaten verurteilt worden war, hat am Mittwoch bei einer Berufungsverhandlung des Oberlandesgerichtes Linz eine milderes Urteil erhalten. Sie bekam wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung eine teilbedingte Geldstrafe von 1.440 Euro.

Die Hälfte der Geldstrafe von 360 Tagessätzen zu je vier Euro sei bedingt ausgesprochen worden, erklärte der stv. Mediensprecher des Oberlandesgerichts Linz, Karl Bergmayr. Die Berufungsverhandlung fand heute am Landesgericht Salzburg statt. Das Urteil in zweiter Instanz ist rechtskräftig.

Zu dem Verkehrsunfall war es am 31. Jänner 2019 bei Hollersbach gekommen. Der Pkw der Frau war auf der B165 auf die Gegenfahrbahn geraten und in ein Auto gekracht. Dessen 44-jährige Lenkerin starb noch an der Unfallstelle. Auch für den einjährigen Sohn der 31-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Die Angeklagte selbst und ihre Mutter, die ebenfalls in ihrem Wagen saß, wurden schwer verletzt.

Laut Anklage hatte die 31-Jährige die Fahrgeschwindigkeit im Bereich der Salzachbrücke nicht den winterlichen Fahrverhältnissen angepasst. Das Erstgericht ist deshalb von einer groben Fahrlässigkeit ausgegangen. Das Landesgericht Salzburg hatte in dem erstinstanzlichen Urteil vom 24. April 2019 die Frau wegen grob fahrlässiger Tötung und Körperverletzung zu sieben Monaten bedingt verurteilt.

Die Straße sei damals griffig und salznass gewesen, und für die Angeklagte sei zunächst nicht erkennbar gewesen, dass es auf der Brücke eisig war. Auch andere Autofahrer seien damals von der Fahrbahn abgekommen, "glücklicherweise kam ihnen kein Fahrzeug entgegen".

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