24. September 2014 14:02
Austria Salzburg
Ausschreitungen bei Cup-Spiel
Das Cup-Spiel Austria Salzburg gegen Sturm Graz in Völklerbruck lief gestern Abend aus dem Ruder.
Ausschreitungen bei Cup-Spiel
© oe24

Nach diesem Auftritt war es vermutlich das letzte Gastspiel von Austria Salzburg in Völklerbruck. Als wäre das 0:5 gegen den momentan strauchelnden Bundesligisten Sturm Graz nicht bitter genug kam es nach dem Abpfiff zu einer regelrechten Straßenschlacht zwischen den Anhängern der beiden Vereine.

Mehrere Verletzte und sechs Festnahmen

Vor dem Stadion lieferten sich die Hooligans der Vereine mit Steinen und Glasflaschen einen wüsten Kampf. Es wurden bereits während des Spiels immer wieder Feuerwehrkörper von Seiten der Salzburg-Anhänger auf die Gegenseite geschossen. Auch die Anhänger von Sturm Graz haben während des Spiels für Aufregung gesorgt und einen Zaun niedergerissen. Über 200 Polizisten versuchten die Fan-Lager zu trennen – unter Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken. Es wurden sechs Personen vor Ort festgenommne – es ist jedoch mit zahlreichen weiteren Anzeigen zu rechnen. Mehrere Beamte und Anhänger beider Seiten wurden bei dem Einsatz verletzt. Des Weitern wurden fünf Busse und ein Feuerwehrauto beschädigt.


Heftige Kritik

Von Seiten der Stadt ÖVP schlägt dem Verein und besonders der kürzlich erhaltenen Förderung von einer Million Euro starker Wind entgegen. ÖVP Klubobmann Christoph Furchs spricht sich klar dagegen aus "Hochrisikospiele" in Maxglan austragen zu lassen, da sich das Stadion nur wenige Meter von Wohngebieten befindet. "Genauso unverantwortlich ist es, dass die Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Steuergeld gewaltbereite Fußball-Hooligans sponsern sollen, denen es an einem Mindestmaß an ehrlicher Sportgesinnung fehlt und die mit ihren Gewaltexzessen die Mehrheit an friedlichen Austria-Fans in ihre Geiselhaft nehmen“, betont Fuchs.

Stadionverbote mögliche Konsequenz

Die Verantwortlichen der Austria Salzburg wollen mit voller Härte gegen die Randalierer vorgehen. Man würde gemeinsam mit der Polizei die Daten auswerten und Violetten, die den Krawall aktiv angezettelt beziehungsweise unterstützt haben mit einem Stadionverbot bestrafen. Laut Austria-Obmann Windischbauer habe dies nichts mit den Fans in der Liga zu tun, da solche großen Spiele wie das Cup-Spiel gegen Sturm Graz immer Trittbrettfahrer anziehe, die nur auf Krawalle aus sein.