Ausbildungsprogramm und Kooperation

Gegen Ärztemangel am Land

Ausbildungsprogramm und Kooperation

In Schwarzach im Salzburger Pongau wird Mitte Juni das neue Kinder- und Jugendspital eröffnet. Die gänzlich modernisierte Abteilung sorgt für die dringend notwendige Erweiterung der Versorgungsstruktur im Süden Salzburgs. Dies betrifft nicht nur die medizinische Betreuung junger Menschen im Spital selbst, sondern auch die Ausbildung von zukünftigen praktischen Ärzten und Kinderfachärzten in der Region. Denn Schwarzach ist das einzige Krankenhaus außerhalb der Landeshauptstadt mit einer eigenen Pädiatrie.

“Das Thema ‘Ärztemangel am Land’ wird in ganz Österreich heftig diskutiert und auch im südlichen Salzburg ist es nicht leicht, freie Stellen von Hausärzten zu besetzen. Im Fachbereich der Kinder- und Jugendmedizin ist die Problematik sogar noch größer”, weiß Primar Josef Riedler, Leiter der Station im Krankenhaus Schwarzach. “Unser Haus leistet hier einen wichtigen Beitrag, denn als einziges Salzburger Spital mit eigener Pädiatrie außerhalb der Klinik in der Landeshauptstadt können wir allen Fach- und Praktischen Ärzten eine hervorragende Ausbildung bieten.”

Beispielgebende Kooperation mit Krankenhaus Zell am See


Zudem bewährt sich hier besonders die in den letzten Jahren eng geflochtene Kooperation mit dem Krankenhaus in Zell am See. Auch dort müssen angehende Mediziner im Rahmen ihres Turnus die pädiatrische Ausbildung absolvieren. „Die Ausbildung im Krankenhaus Schwarzach ist sehr vielfältig und ich lerne, was ich für eine zukünftige Landarztpraxis im Pinzgau brauchen kann“, sagt Dr. Christine Meikl, Turnusärztin aus Zell See.

Zusätzlich erfolgt die Ausbildung auch im Krankenhaus Zell am See von Kinder- und Jugendärzten aus dem Krankenhaus Schwarzach, welche im Rahmen der Zusammenarbeit der beiden Spitäler täglich in Zell am See praktizieren. “Dieser praxisnahen Eigeninitiative unserer beiden Häuser zollen viele Institutionen in ganz Österreich große Anerkennung, sie gilt als beispielgebend”, betonen die beiden Ärztlichen Direktoren Univ.-Prof. Dr. Reinhard Lenzhofer sowie Univ.-Prof. Dr. Rudolf Pointner.

In Schwarzach wird die Neueröffnung des Kinder- und Jugendspitals mit großer Vorfreude erwartet. Die Abteilung verfügt dann über 55 Betten, die bauliche Infrastruktur mit jugendgerechten Zimmern und Rückzugsbereichen wird ebenso wie das medizinisch-betreuerische Angebot noch besser auf die Bedürfnisse von jungen Patienten ausgerichtet sein. Ein wichtiger Schritt auch für die zukünftigen Ärztinnen und Ärzte der Region, welche im Krankenhaus Schwarzach ihre Ausbildung im Bereich der Kinder- und Jugendheilkunde auf allerhöchstem Niveau genießen können.

Region Innergebirg: Großes Einzugsgebiet, zahlreiche Urlauber

Pro Jahr schließen in Schwarzach durchschnittlich 12 Ärztinnen und Ärzte ihren Turnus ab, 6 absolvieren die Fachausbildung Pädiatrie. Das Einzugsgebiet in der Region Innergebirg umfasst rund 200.000 Menschen, davon 30.000 Kinder und Jugendliche, dazu kommen zahlreiche Urlauberfamilien aus dem In- und Ausland. Für sie alle steht im Krankenhaus Schwarzach rund um die Uhr mindestens ein Kinderarzt zur Verfügung. “Um eine optimale Versorgung zu sichern, braucht es aber auch ein Netz an gut ausgebildeten praktischen und Fachärzten in der Region, dafür leistet unser Ausbildungsprogramm einen wertvollen Beitrag”, so Primar Riedler.

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