Aufräumarbeiten nach Felssturz starten

Stadtarchiv Salzburg

Aufräumarbeiten nach Felssturz starten

Bergputzer bestückten Felswand mit „Glasspionen“ – Gesteinsbrocken werden ab Montag zerkleinert.

Die Vorarbeiten zum Abtransport der rund 60 Tonnen Gestein, die bei einem Felssturz am Samstag vor drei Wochen hinter dem Haus der Stadtgeschichte herabgestürzt waren und die Glasfassade des Gebäudes zertrümmerten (keine Verletzten), haben begonnen. Voraussichtlich ab Montag werden die massiven Gesteinsbrocken zerkleinert und nach und nach abtransportiert.

Kluft verschlossen, Spione gesetzt

Am Mittwoch, 10. Februar 2021, haben die Bergputzer im Auftrag des Landesgeologen die betroffene Stelle der Kapuzinerbergwand zusätzlich gesichert. Bergputzermeister Jörg Eßl: „Als Erstes haben wir den kompletten Bewuchs entfernt und eine obenliegende schmale Kluft mit Spezialmörtel verschlossen. Dort kann nun kein Wasser mehr eindringen. Außerdem haben wir rund ein Dutzend ‚Glasspione‘ angebracht.“

Dabei handelt es sich um Streifen aus einfachem Fensterglas, die quer über Spalten platziert und mit Kleber an den Felsen befestigt werden. „Wenn sich da nur irgendwas rührt, bricht das Glas sofort“, sagt Eßl. Die beauftragte Baufirma sei aufgefordert, diese Spione jeden Tag mehrmals in Augenschein zu nehmen und bei Bedarf Alarm zu schlagen. Überdies würden die Bergputzer einmal pro Woche Routineüberprüfungen machen.

Kleiner Bagger gegen große Brocken

Stichwort Baufirma: Nach längeren Überlegungen wurde vereinbart, dass prinzipiell von innen nach außen gearbeitet wird. Soll heißen, zunächst werden die Glasscherben, kaputten Geräte und kleineren Gesteinsteile aus dem Innenraum entfernt. Dafür wird aktuell eine Holzrampe zum stadtseitig gelegenen Parkplatz des Hauses errichtet. Über diese und durch ein ausgebautes großes Seitenfenster wird das Material entsorgt.

Für die Zerkleinerung der bis zu drei Meter dicken, heruntergebrochenen Gesteinsblöcke wird dann ein kleiner Zwei-Tonnen-Bagger eingesetzt. Mit ihm werden voraussichtlich ab Montag die großen Brocken vorsichtig zerschremmt. Diese Arbeiten dürften mehrere Wochen in Anspruch nehmen.