Anna Schiester wird Baustadträtin

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Anna Schiester wird Baustadträtin

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Die 33-jährige Bürgerlisten-Gemeinderätin folgt im November auf Martina Berthold, die nach dem Rücktritt von LHStv. Heinrich Schellhorn ins Land wechselt

Die 33-jährige Gemeinderätin Anna Schiester (Bürgerliste) soll Nachfolgerin der am 9. November in die Landespolitik wechselnden Umwelt- und Baustadträtin Martina Berthold in der Stadt Salzburg werden. Diese Entscheidung des Bürgerlisten-Klubs soll am 12. Oktober noch bei einer Stadtversammlung bestätigt werden, die Wahl zur neuen Stadträtin dürfte bei der Gemeinderatsitzung am 2. November erfolgen.

Die grünen Personalrochaden in Stadt und Land Salzburg waren nach dem Rücktritt des Landessprechers und LHStv. Heinrich Schellhorn in Folge des Salzburger Pflegeskandals notwendig geworden. Schiester gilt schon länger als grüne Nachwuchshoffnung, wollte aber eigentlich bei der Landtagswahl am 23. April 2023 für ein Mandat kandidieren. Nun bleibt die trotz junger Jahre politisch erfahrene Gemeinderätin in der Stadt und dürfte die Bürgerliste wohl auch als Spitzenkandidatin in die Gemeinderatswahl 2024 führen.

Schiester studierte Politik und Medienwissenschaften in Salzburg und Wien und absolvierte auch ein FH-Studium für Soziale Innovation. Sie begann 2013 im grünen Landtagsklub zu arbeiten, engagierte sich in der Flüchtlingsarbeit und war kurzzeitig Klubgeschäftsführerin im Land. 2019 zog sie in den Salzburger Gemeinderat ein. Dort ist sie seitdem Vorsitzende im Sozial- und Wohnungsausschuss. Parallel arbeitete sie für die oberösterreichischen Grünen bei der Landtagswahl 2021.

Bürgerlisten-Klubobfrau Ingeborg Haller sprach heute von einer "jungen und starken Frau", die sich in der Stadtpolitik bewährt habe und wisse, wie man Politik mache. "Die Entscheidung ist zudem ein Zeichen, dass auch junge Menschen in der Politik mitgestalten und mitreden können." Auch für die designierte grüne Landessprecherin Berthold ist die Entscheidung für Schiester ein "klarer Schritt für die nächste Generation."

Selbst betonte die 33-Jährige am Dienstag in einem Pressegespräch, dass sie für ihre neue Aufgabe im Bauressort Klimaschutz und Sozialpolitik nicht voneinander getrennt denken werde. "Wo, wie und was wir bauen hat einen großen Einfluss darauf, wie klimagerecht die Stadt in Zukunft ist - und wie die Menschen in der Stadt zusammenleben". Sie kündigte an, etwa weiter für den Ausbau des Radwegenetzes und begrünte Straßen und Plätze einzutreten. Außerdem soll es in Zukunft wieder mehr konsumfreie Plätze in Salzburg geben.

Mit Schiesters Wechsel in die Stadtregierung wird für die Bürgerliste die Psychologin Christine Brandstätter in den Gemeinderat nachrücken.