25. Juli 2016 17:47
Kommt der Terror nach Österreich?
Angst vor Anschlägen
Nach den dramatischen Ereignissen in Deutschland, wächst nun auch die Angst der Salzburger. Wir haben mit Terrorexperten Friedrich Steinhäusler gesprochen.
Angst vor Anschlägen
© oe24

Fast täglich hört man von einem Anschlag, bei dem es Tote und schwer Verletzte gab. Erst passierte es weit genug entfernt, wie in den USA, Belgien oder Frankreich. Doch inzwischen kommen die Vorfälle immer näher und häufen sich vor allem im Nachbarland Deutschland. Die Angst der Österreicher vor Terror und Amokläufen steigt und es stellt sich die Frage, wann der Terror bei uns ankommt. Wir haben mit dem Terrorexperten Friedrich Steinhäusler gesprochen.

Keine Ausnahmen

Laut Steinhäusler ist es inzwischen nicht mehr möglich, zwischen verschiedenen Städten und deren Anfälligkeit für Terror zu unterscheiden. „Der Terror ist hier angekommen“, spricht der Terrorexperte. Die Anschläge haben viele bereits zutiefst verunsichert und enorme Angst hervorgerufen. Wenn Menschen, die abseits der Stadt auf einer abgeschiedenen Alm leben, sich bereits vor einem Anschlag fürchten, so hat der Terror schon gewonnen.

Gefahrenzonen meiden

Die Terrorgefahr steigt vor allem bei zunehmender Menschenmenge. Diese ist besonders hoch in Bereichen wie Einkaufszentren, Konzerten oder Freiluftveranstaltungen. Wichtig ist es ein Risikobewusstsein zu schaffen, so Steinhäusler. Es hilft nicht die Terrorgefahr zu verleugnen und davon auszugehen, dass man davon nie betroffen sein wird. Viel wichtiger ist es, sich zu überlegen, wie man am besten mit einem Anschlag umgeht und was in einer gefährlichen Situation zu tun ist.

Übertreibung ist sinnlos

Trotz der Präsenz des Terrors bringt es nichts zu übertreiben und sich in die Situation hineinzusteigern. So dürfe man nicht in jedem fremden Menschen sofort einen Terroristen sehen und von Gefahr ausgehen. Es ist also empfehlenswert sich bei Massenveranstaltungen zu informieren, wo sich die Notausgänge befinden. Sich beim Wandern auf der Alm vorzustellen, dass hinter jedem Baum ein Terrorist stecken könnte, ist jedoch sinnlos.