Katharina Liensberger

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Alpin-Teambewerb als finale "Rauferei" um Medaillen

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Österreich hochkarätig besetzt, aber Konkurrenz-Mannschaften auch - Strolz: "Wir sind alle heiß"

Ganz werden die Karten erst bei der Setzung der Nationen am Freitagabend aufgedeckt. Aber was bisher bekannt wurde, haben viele Mannschaften ihre stärksten Läuferinnen und Läufer für den Teambewerb am Samstag zum Abschluss der Olympia-Alpinrennen in Yanqing nominiert (04.00 Uhr MEZ). So auch Österreich, das nach Silber vor vier Jahren in Pyeongchang freilich erneut auf eine Medaille losgeht. Mit dabei sind aus 2018 Katharina Liensberger und Michael Matt.

Komplettiert wird das auf dem Papier äußerst schlagkräftige rot-weiß-rote Team durch die Riesentorlauf-Vierte Katharina Truppe und die Kombi-Fünfte Katharina Huber sowie Kombi-Olympiasieger und Slalom-Silbermedaillengewinner Johannes Stolz und Stefan Brennsteiner. Liensberger ist Parallel-Weltmeisterin von 2021 und gewann in Yanqing auf dem Nebenhang Slalom-Silber.

"Gold und Silber geben unheimlich Auftrieb", sagte der Vorarlberger Strolz, der auch die Stärken seiner Mitstreiter und die gute Stimmung hervorhob. "Wir sind sicher alle heiß auf den Teambewerb. Unsere Erwartungen sind, um eine Medaille mitzukämpfen, wir werden alles dran setzen." Speziell seien der Start und dass man einen Gegner neben sich auf der Strecke habe. "Man muss sich trotzdem auf seine eigene Sache konzentrieren und Gas geben."

Mit dem Team zu fighten und zu kämpfen sei etwas Cooles und Lässiges, sagte Truppe. "Gemeinsam sind wir stark, das ist das Motto für Samstag. Man darf keinen Gegner unterschätzen, die Mannschaften werden ihre Stärksten am Start haben, das wird zum Kämpfen und zum Raufen werden."

Wie bei Truppe war auch die Pause für Liensberger sehr lange, auch sie hatte am 9. Februar den letzten Renneinsatz, die Zeit aber mit gutem Training überbrückt. "Der Teamevent ist einfach was ganz Besonderes. Es geht darum, als Nation zusammenzuhalten und die beste Leistung abzurufen." Im Parallelbewerb brauche man vollen Fokus auf jedes einzelne Duell. "Voll parat sein und das von Start bis zum Schluss durchziehen, da gibt es nichts zu verschenken." Sie freue sich auf die Herausforderung, die übrigens auf der Piste "Rainbow" stattfindet.

Ersatzfahrerin bei den Frauen ist Huber, bei den Männer wollte sich Teamchef Christian Mitter erst festlegen. Eines wusste er aber: "Es wird brutal schwierig werden. Es ist schon lange nicht mehr so, dass man einfach kommt und die Medaille abholt."