Ukrainische Flüchtlinge

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Aktuell rund 2.800 Vertriebene in Salzburg

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1.100 in Grundversorgung - Zweites Grundversorgungs-Quartier wird kommende Woche in Puch geöffnet

Rund 2.800 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine halten sich aktuell im Bundesland Salzburg auf. Davon benötigen etwa 1.100 Menschen Grundversorgung, bei weiteren 700 läuft das entsprechende Ermittlungsverfahren noch. Die übrigen 1.000 Vertriebenen können sich selbst versorgen oder werden privat betreut. Diese Zwischenbilanz zog am Donnerstag der Vertriebenen-Koordinator des Landes, Reinhold Mayer, bei einem Mediengespräch.

109 Ukrainerinnen oder Ukrainer haben inzwischen eine Arbeitsbewilligung durch das AMS erhalten. Für das in jedem einzelnen Fall erforderliche Ermittlungsverfahren habe nun die Arbeiterkammer (AK) befristet eine Pauschalzustimmung für Ukraine-Flüchtlinge erteilt, was die Verfahren auf rund eine Woche verkürze, bedankte sich Mayer bei der AK. Rund 400 Kinder in Pflichtschulalter besuchen inzwischen die Schule. In Zell am See und Wals-Viehhausen seien vier reine Sprachförderklassen eingerichtet worden, überall sonst werden sie in die regulären Deutschförderkurse eingegliedert. Die Pädagoginnen und Pädagogen würden hier bewundernswerte Arbeit erbringen, lobte der Koordinator.

Mayer kündigte heute an, dass inzwischen die Vorbereitungen für ein zweites Grundversorgungs-Quartier in der Tennengauer Gemeinde Puch so gut wie abgeschlossen seien und ab kommender Woche die ersten Flüchtlinge einziehen können. Diese Unterkunft ist mit einer Maximalbelegung von 300 Menschen etwas kleiner als das erste Quartier in Wals-Himmelreich (450 Plätze).

Der Koordinator sowie Landespolizeidirektor Bernhard Rausch machten heute darauf aufmerksam, dass sich alle Vertriebenen aus der Ukraine innerhalb von drei Monaten registrieren lassen müssen, weil der Aufenthalt danach ansonsten illegal sei. Dafür wurden neben dem Erstaufnahmezentrum im Salzburger Messezentrum weitere Stellen in St. Johann, Zell am See und Tamsweg eingerichtet, außerdem gibt es auch mobile Erfassungsstellen, die zu den Menschen hinkommen können.

Quelle: APA