Wohin wenn die Welt untergeht?

21. Dezember 2012

Wohin wenn die Welt untergeht?

Für das Überleben der Menschheit – Bunker im englischen Essex:

Bis zu 600 Flüchtlinge sollten sich bei einem atomaren Angriff im britischen Essex verschanzen können. Glücklicherweise kam der Bunker nordöstlich von London während des Kalten Krieges nie zum Einsatz. Stattdessen wurde seine Unterhaltung nach dem Abflauen des weltweiten Säbelrasselns enorm teuer, daher ging der Bunker in Privatbesitz über und dient heute als schauriges Zeugnis vergangener Tage. Lange Gänge, Funkgeräte und alte Karten bringen den Gästen das beklemmende Gefühl auch heute noch näher. Pro Person kostet eine Übernachtung rund 28 Euro. Das Ganze ist aber nichts für Single-Reisende oder Pärchen, denn die Mindestbelegung liegt bei 25 Gästen.

Im Erdreich verkriechen – Unterschlupf in kappadokischen Höhlen:

Am sprichwörtlichen Ende der Welt liegen die Höhlenunterkünfte der wohl bizarrsten Landschaft der Türkei: Kappadokien. Hier können sich Bewohner des Dorfes Goreme wahrhaft einigeln und sich von der Außenwelt komplett abschotten. Dennoch bietet Divan Cave eine Menge Komfort mit gemütlichen Betten, voll ausgestatteten Bädern und Beheizung für kalte Nächte. Selbst ein Flatscreen und eine Feuerstelle dürfen nicht fehlen. Das Zimmer ist Teil eines weitverzweigten Dorfes und ist bereits ab rund 91 Euro buchbar. Wer sich am Folgemorgen des 21. Dezembers dann doch wieder raus traut, der kann in der Gegend eine ganze Reihe an Exkursionen unternehmen und abends mit anderen Gästen beim Essen gemütlich draußen sitzen.


Von jedem zwei – Die Gründung der nächsten Generation auf der Arche:

Wer dem Weltuntergang im Notfall auf dem Meer davonfahren möchte, sollte sich überlegen, den 21. Dezember auf dem Rettungsboot Lilla Marras zu verbringen. Es liegt im niederländischen Harlingen vor Anker und wurde bereits in den 50er Jahren gebaut. Heute präsentiert es sich als wahres Design-Stück mit höchster Funktionalität auf engstem Raum. Weder auf ein Doppelbett noch auf eine freistehende Badewanne müssen die Gäste verzichten. Da das Bad sich aber im gleichen Raum wie der Schlafbereich befindet, sollten Urlauber vor ihrem Mitreisenden keine allzu große Scham haben. Die Kajüte für maximal zwei Gäste gibt es für 230 Euro zu buchen.

Weiter unten geht nicht – die tiefste Suite der Welt:

Sicher vor der Apokalypse sind Gäste in der tiefsten Suite der Erde nahe des schwedischen Ortes Sala. Ganze 155 Meter tief bringt der Gastgeber die Reisenden und führt sie durch die Gänge einer beeindruckenden Mine, bevor die Gäste sich nachts buchstäblich selbst überlassen sind. Auf Komfort müssen sie dennoch nicht verzichten, denn die Suite ist überaus luxuriös eingerichtet. Selbst für Toilette und Dusche ist gesorgt. Für den kleinen Hunger stellt der Host Snacks bereit – Beheizung und warme Decken sorgen dafür, dass die konstante Temperatur von zwei Grad auf angenehme 18 Grad steigt. Der Gastgeber holt die Reisenden erst am nächsten Morgen wieder ans Tageslicht, per Telefon können sie ihn aber die ganze Nacht im Notfall erreichen. Die Exklusivität hat ihren Preis, denn eine Übernachtung schlägt mit stolzen 476 Euro zu Buche.
 

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