10. Juli 2013 16:52
Geburtenrate sinkt
Wirtschaftskrise verdirbt Lust auf Kinder

Je höher die Arbeitslosigkeit, desto weniger Kinder werden geboren.

Wirtschaftskrise verdirbt Lust auf Kinder
© Antenne Salzburg

Auf Grund der Wirtschaftskrise wurden in Europa in den zurückliegenden Jahrzehnten weniger Kinder geboren. Im Durchschnitt sank die Kinderzahl von 28 europäischen Ländern umso stärker, je höher die Arbeitslosenquote anstieg.

Besonders deutlich zeigt sich dies in den südeuropäischen Ländern wie Spanien,Kroatien, Ungarn, Irland und Lettland. In Tschechien, Polen, Großbritannien und Italien stoppte die Krise, die jährlich wachsende Geburtenrate bloß. In anderen Ländern, wie Litauen oder Russland zeigte sie nur schwache oder gar keine Auswirkungen auf die Geburten.

Österreich nicht betroffen

In Österreich, Deutschland und der Schweiz gab es bis jetzt noch keine bemerkenswerten Einflüsse. Allerdings stieg die Arbeitslosenquote in den vergangenen Jahren auch nur wenig, oder gar nicht an.

Allgemein zeigt sich, steigt die Arbeitslosenquote um ein Prozent, sinkt die Geburtenrate um etwa 0,1 Prozent, in Südeuropa sogar um 0,3 Prozent. Besonders Menschen unter 25 Jahren verzichten bei steigender Arbeitslosigkeit auf Kinder.