Vorsicht vor Wildunfällen

Vermehrte Unfälle im Frühjahr

Vorsicht vor Wildunfällen

Zusammenstöße mit Rehen, Hirschen und Wildschweinen bergen auch für Autolenker Risiken. "Trifft man mit 50 km/h auf einen 20 kg schweren Rehbock, wirkt eine halbe Tonne auf Fahrzeug und Fahrer, bei 100 km/h beträgt die Aufprallwucht zwei Tonnen", erklärt Aloisia Gurtner von der ÖAMTC Salzburg. Die größte Gefahr droht Autofahrern jedoch durch riskante Ausweichmanöver.

"Wenn man mit dem Auto im Gegenverkehr landet oder einen Baum am Straßenrand touchiert, sind die Folgen dramatischer als bei einem Zusammenstoß mit einem Wildtier" so Gurtner. Ist eine Kollision mit einem Wildtier unvermeidlich, sollte man stark bremsen und das Lenkrad gut festhalten. Wenn der Fahrer richtig reagiert, ist die Verletzungsgefahr bei einem Crash mit einem Wildtier für Autoinsassen relativ gering.

 

Unfälle bei Dunkelheit am häufigsten

Im Jahr 2016 ereigneten sich auf Österreichs Straßen 261 Wildunfälle, bei denen auch Personen zu Schaden gekommen sind. Es wurden 293 Menschen verletzt und eine Person getötet. Mehr als die Hälfte aller Wildtierunfälle passieren bei Dunkelheit.

 

Wildunfälle vermeiden – Vorsicht bei Warnschildern

Entscheidend ist generell nicht nur der Blick nach vorne, sondern auch die Sicht seitlich neben das Fahrzeug. "Sieht man ein Wildtier, muss man die Geschwindigkeit reduzieren, das Fernlicht ausschalten und hupen. Hat das Tier die Fahrbahn überquert oder läuft davon, heißt es weiter vorsichtig sein, da Wildtiere oft in Gruppen unterwegs sind", erklärt Gurtner.

 

Achtung – wer unerwartet bremst, riskiert Mitverschulden

Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) darf ein Fahrzeuglenker nicht plötzlich und für den Nachfolgeverkehr überraschend bremsen. "Wer also wegen eines Tieres bremst, riskiert bei einem Auffahrunfall unter Umständen ein Mitverschulden", erklärt ÖAMTC-Juristin Martina Schlegel-Lanz. "Die Judikatur hat sich allerdings dahingehend entwickelt, dass bei einem Zusammenstoß mit einem großen und schweren Tier wie einem Wildschwein, Reh oder Hirsch die Gefahr einer Verletzung des Lenkers als so groß ist, dass eine Vollbremsung gerechtfertigt ist.

 

Nach dem Wildunfall – Unfallstelle absichern, Polizei verständigen

Nach einem Unfall mit einem Wildtier ist Folgendes zu tun: Nach Möglichkeit an sicherer Stelle halten, Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen, Unfallstelle mit dem Pannendreieck absichern, eventuell verletzte Personen versorgen und Polizei verständigen, auch wenn das (verletzte) Tier weiterläuft.

 

Wildschadenhilfe durch Kaskoversicherung

Bei Wildunfällen bekommt man den Schaden am eigenen Auto nur von der Kaskoversicherung ersetzt. Für diese braucht man eine polizeiliche Meldebestätigung des Unfalls.

 

Quelle: ÖAMTC

Diesen Artikel teilen:
Jetzt spielt KIT MAIZY WILDFIRE
Nächster Song PARK LANE / REAL EASY

Fotoalbum 1 / 28

Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum