Stadt reagiert mit Maßnahmen

Übergriffe auf Frauen

Stadt reagiert mit Maßnahmen

Die Stadt Salzburg trägt Sorge für Verunsicherte. Denn es sind schlechte Nachrichten: Zwei Vergewaltigungen in kurzen Abständen im Andräviertel, bisher immer als sichere Gegend bekannt. Voller Menschen, die dort wohnen, arbeiten und fortgehen. Jede einzelne Meldung verunsichert Personen, die alleine durch diese Gegend gehen.

Man kann etwas tun: Das seit 1.1.2016 verbesserte Sexualstrafrecht bietet Beratungsstellen, Polizei und Gerichten bessere Ahndungs- und Verurteilungsmöglichkeiten. Ein NEIN genügt jetzt für eine Anzeige für Vergewaltigung. Und die Statistik belegt keine Erhöhung der Fälle im Vergleich zum Vorjahr.

Wie schützen?

Einzelpersonen können sich mit Alarmgeräten, Trillerpfeifen und mit dem Mobiltelefon schützen: Wer nach dem Fortgehen getrennte Wege gehen muss, kann mit den anderen Personen telefonieren, bis alle zu Hause sind. Wer allein unterwegs ist, kann wen anrufen, wenn ein ungutes Gefühl entsteht. Dabei am Telefon laut und deutlich sagen, wo man genau ist: "Servus, ich bin grad in der Paris-Lodron-Straße in der Nähe vom Gewaltschutz-Zentrum, in fünf Minuten bin ich daheim." Ein Heimwegtelefon nach Grazer Vorbild und ein Frauennachttaxi nach Innsbrucker Vorbild sind in der Ausarbeitungsphase.

Wer attackiert oder bedrängt wird, soll sich wehren – falls der Schreck es erlaubt. Schreien, Kratzen, um sich schlagen: alles was möglich ist, ohne Waffen. Wer etwas beobachtet, soll Zivilcourage zeigen und tun, was möglich ist: einschreiten, fotografieren, filmen, die Polizei holen, Hilfe verständigen.

"Wir lassen uns die Nacht bestimmt nicht nehmen. Frauen in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation können sich bei uns im Frauenbüro ein Alarmgerät kostenlos abholen. Wir verstärken die Selbstbehauptungskurse und Trillerpfeifen sind bereits bestellt – eigentlich sind sie für die Frauen-Fußball-EM im Juli gedacht, wir versuchen, das zu beschleunigen“, sagt Frauenbeauftragte Alexandra Schmidt. Alarmgeräte kosten beim Frauennotruf und im Elektrohandel ca 18 Euro. Die städtische Beleuchtung prüft gerne besseres Licht in möglichen Angsträumen. Das städtische Gartenamt kann bei solchen Stellen zu dichtes Gebüsch auflockern und andere Pflanzen setzen.

Mehr Information und Öffentlichkeitsarbeit nützen nicht nur Opfern, sondern sollen auch mögliche Täter warnen: "Wir wehren uns, wir haben wirksame Möglichkeiten, ihr kommt nicht davon."

Das Ziel sei, Frauen zu stärken. Schon die Anti-Gewalt-Aktion "One Billion Rising" am 14.2. am Abend hatte zum Motto: "Wir erobern uns die Nacht".

Quelle: Stadt Salzburg

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