Souverän: Thiem zieht in Achtelfinale ein

Australian Open

Souverän: Thiem zieht in Achtelfinale ein

Unser Tennis-Superstar Dominic Thiem hat sich am Samstag zum dritten Mal nach 2017 und 2018 für das Achtelfinale der Australian Open qualifiziert. Der als Nummer 5 gesetzte Niederösterreicher bezwang den US-Amerikaner Taylor Fritz nach 2:50 Stunden mit 6:2,6:4,6:7(5),6:4 und zeigte dabei eine starke kämpferische Leistung. Thiem steht damit zum zwölften Mal in einem Major-Achtelfinale, es ist sein 25. Grand-Slam-Turnier.

In Australien ist es nach 2017 und 2018 sein drittes Achtelfinale. Will er "down under" erstmals auch das Viertelfinale erreichen, dann muss Thiem am Montag den als Nummer 10 gesetzten Franzosen Gael Monfils ausschalten. Dieser hatte zuvor den Letten Ernests Gulbis mit 7:6(2),6:4,6:3 eliminiert. Gegen Monfils hat Thiem eine 5:0-Bilanz.

"Ich bin wirklich glücklich darüber", meinte Thiem noch auf dem Court über das neuerliche Erreichen der zweiten Turnierwoche bei einem Major. Gegenüber ServusTV erklärte Thiem, dass es wieder ein "toughes Match gegen Fritz wie auch zweimal bei den US Open und auch beim Laver Cup" war. Die 2:0-Satzführung habe vom Ergebnis her aber "ein bisserl getäuscht". "Der erste Satz war komplett verdient von mir, aber im zweiten Satz habe ich dann sechs Breakbälle abgewehrt und ich bin ihm dauernd von der Schippe gesprungen. Es war ein bisserl klarer als es sein hätte sollen."

thiem.jpg © GEPA
Thiem hatte kaum Probleme gegen Fritz

Rätselraten um Muster

Nicht in der Betreuerbox von Thiem saß übrigens Thomas Muster, der auch am Tag davor nicht beim Training des Weltranglisten-Fünften anwesend war. Es soll dazu demnächst ein Statement geben. Fest steht: Muster hinterlässt schon früh in seiner Trainer-Karriere Spuren. Schon vor Thiems Partie gegen Fritz sorgte der Steirer für Furore: Er polarisiert als Betreuer fast so sehr, wie in seiner aktiven Laufbahn. Beim Krimi von Thiem in der 2. Runde gegen Alex Bolt musste der Schiedsrichter den 52-Jährigen für unerlaubtes Coaching verwarnen.

Es wirkt, als würde der Steirer selbst am Platz stehen - das bewies er schon beim ATP Cup als Trainer der Österreicher, als er die Spieler nach jedem Punkt lautstarke pushte. Problem nur: Auf der Tour ist Coaching während des Spiels verboten. Deswegen setzte es die Verwarnung in Melbourne. Dennoch: Muster und Thiem, das scheint zu passen. Auch die Arbeit abseits des Matchplatzes dürfte harmonieren.

Als nächstes muss sich das Duo auf Monfils vorbereiten, ein Spieler und auch Typ, den Thiem mag. "Wir haben keine Geheimnisse voreinander. Er ist ein unglaublicher Entertainer, ich spiele sehr gern gegen ihn, einfach weil er ein super Kerl und super Spieler ist", outete sich Thiem ein bisschen als "Fan" des Franzosen. "Sein Spiel liegt mir grundsätzlich, aber es ist so wie bei jedem Grand Slam so wie in Paris letztes Jahr. Ich muss mich von Match zu Match steigern, und ich hoffe, dass ich das auch schaffe."

Sowohl von der Einstellung als auch vom Kampf her stufte Thiem das Match gegen Fritz als "echt gute Leistung" ein und "spielerisch war es eine Steigerung zu den ersten zwei Runden." Thiem startete stark in das vierte Duell mit dem US-Amerikaner. Mit Breaks zum 3:2 und 5:2 besiegelte er den ersten Satz schnell in nur 35 Minuten. Im zweiten Durchgang hatte Thiem mit seinem Aufschlag mehr Probleme, doch es war er, der seinem Gegner zum 2:1 das Service abnahm. Im vierten und sechsten Game hatte Fritz allerdings je drei Chancen zum Rebreak, die Thiem allesamt abwehren konnte. Nach 83 Minuten gelang Thiem mit dem vierten Satzball die 2:0-Führung zum 6:4.

Der dritte Durchgang verlief sehr ausgeglichen und diesmal ging es ohne einzige Breakchance auf beiden Seiten ins Tiebreak. In diesem leitete ein Rahmentreffer Thiems ins Out zum 1:2 den Satzverlust des Lichtenwörthers ein. Fritz ging rasch mit 4:1 in Führung und hatte bei 6:2 gleich vier Satzbälle. Drei davon konnte Thiem noch abwehren, den vierten verwertete der 22-jährige Weltranglisten-34. aber. "Im Tiebreak hat er nur erste (Aufschläge) gehabt, von daher kann ich mir nichts vorwerfen", erinnerte sich Thiem später.

Zum 4:2 nutzte Thiem dann zwar seine erste Breakchance im vierten Satz. Doch es war noch nicht erhoffte Vorentscheidung. Thiem musste nämlich unmittelbar danach selbst erstmals seinen Aufschlag zum 4:3 abgeben. "Das sollte auf keinen Fall passieren", ärgerte sich Thiem nach dem Match. Beim Stand von 5:4 gelang Thiem laut eigenen Aussagen dann aber sein bestes Game. Er nahm Fritz das Service zum 6:4 und damit zum dritten Sieg über den US-Amerikaner ab.

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