So will Italien die Urlaubssaison retten

Hoffnung auf Österreicher

So will Italien die Urlaubssaison retten

Italiens Badeanstalten rüsten sich für eine komplizierte Sommersaison infolge der Coronakrise. So wollen die Badeanstalt-Betreiber in der Region Friaul elektronische Armbänder für ihre Besucher einführen. Das wasserfeste Armband aus Silikon soll bei der Regelung des Zugangs zu den Stränden helfen. Damit könnte man auch den Eintritt und andere Dienstleistungen am Strand bezahlen.
 
Ein ausreichender Abstand soll zwischen den Sonnenschirmen strikt eingehalten werden, sagte der Tourismusbeauftragte der Region Friaul Julisch Venetien, Sergio Emidio Bini, laut lokalen Medien. Zwischen den Liegestühlen könnten auch Plexiglas-Barrieren aufgestellt werden. Mit solchen Mitteln will man die Ansteckungsgefahr bannen. Zudem sollen strenge Disinfizierungsmaßnahmen ergriffen werden. Bargeldzahlungen will man eher vermeiden, dafür werden elektronische Zahlungssysteme gefördert.
 

Hoffnung auf österreichische Urlauber

Das Personal soll strikt auf die Einhaltung der Regeln achten. "Die Badeanstalten wollen ihren Teil im Kampf gegen die Ansteckung erfüllen", sagte Bini. Die Hoffnung sei, dass bald auch österreichische und deutsche Urlauber wieder die friaulischen Strände besuchen können.
 
Noch unklar ist, wann die Badeanstalten wieder öffnen dürfen. Die Regierung in Rom hebt zwar ab dem 4. Mai eine Reihe von Beschränkungen auf, allerdings weniger als sich die Italiener erhofft hatten. So erlaubt die Regierung etwa wieder mehr Sport im Freien und mehr Bewegungsmöglichkeiten in der eigenen Region. Auch die Wirtschaft soll in mehreren Etappen starten. Italiens Schulen bleiben aber bis zu den Sommerferien geschlossen, sie öffnen erst im September wieder. Für eine Wiedereröffnung der Badeanstalten gab es vorerst keine Angaben.
 
Italien registrierte seit Februar mehr als 26.600 Corona-Tote. Insgesamt zählte der Zivilschutz fast 200.000 Menschen, die sich mit dem SARS-CoV-2-Erreger infiziert haben - es wird aber von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen. Nach Wochen des steilen Anstiegs der Zahlen gab es zuletzt positive Signale. So entspannte sich die Lage in den lange überfüllten Krankenhäusern.
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