24. April 2018 07:14
Wie wird die Landesregierung aussehen?
Rössler zieht die Reißleine
Indes bastelt Wahlsieger Wilfried Haslauer an einer neuen Landesregierung.
Rössler zieht die Reißleine
© oe24

Jetzt ist es fix. Nach dem Wahldebakel bei der Landtagswahl wird Grünen Chefin Astrid Rössler zurücktreten. Die Grünen sind ja von rund 20 auf 9,3 Prozent abgestürzt. Auch der Parteivorstand hat die Landeshauptmann-Stellvertreterin gestern Abend nicht umstimmen können.

„Ich habe den Vorstand meine Entscheidung mitgeteilt. Der Rücktritt ist mit Bedauern zu Kenntnis genommen worden. 30.000 Stimmen, die jetzt nicht auf das grüne Konto eingegangen sind. Ich sehe das als klare Abwahl meiner Politik.“, gibt sich Rössler sichtlich enttäuscht.

Der Wahlkampf der Grünen war ganz auf sie als Spitzenkandidaten ausgerichtet. Unbestritten hat Rössler in ihren fünf Jahren als Landeshauptmannstellvertreterin einiges bewegt.

 

Kein Sofort-Abgang

Gleichzeitig wurde Rössler gebeten, bis zur Wahl eines Nachfolgers die Geschäfte noch zu führen. Die Übergabe soll aber noch vor dem Sommer erfolgen. Rössler wird auch noch das erste Sondierungsgespräch mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer führen.

Ebendieser zeigt sich enttäuscht über Rösslers Schritt: "Ich bedaure es. Es ist menschlich enwandfrei gegangen. Aber das muss man akzeptieren."

 

Haslauer beginnt Sondierungsgespräche

Wahlsieger Landeshauptmann Wilfried Haslauer hat indes bereits gestern an der neuen Regierung gebastelt. Haslauer hat bei der Sitzung des Parteipräsidiums freie Hand für die kommenden Regierungsverhandlungen bekommen. Schon heute Vormittag wird Haslauer Sondierungsgespräche mit der SPÖ, am Nachmittag mit der FPÖ führen. Am Donnerstag folgen Gespräche mit den Grünen und den Neos.

"Es wird Vier-Augen-Gespräche geben und dann werden wir uns versuchen anzunähern. Es geht darum sich anzuhören, was die wesentlichen Projekte sind.", gibt Haslauer Einblicke in seinen Sondierungsplan.

 

Steidl sitzt weiter fest im SPÖ-Sattel

Ende Mai Anfang Juni soll die Regierung bereits stehen. Beim zweiten Wahlverlierer der SPÖ sind personelle Konsequenzen ausgeblieben. Parteichef Walter Steidl wird im Amt bleiben.

Im Fall einer Koalition mit der ÖVP will Steidl auch in die Regierung gehen. Getagt hat gestern auch das Landesteam der NEOS. Der Partei von Sepp Schelhorn ist ja mit knapp 7,3 Prozent der Einzug in den Landtag gelungen. Personelle Weichenstellungen sind nicht diskutiert worden.